Freitag, 5. Februar 2016

Buchrezension zu "Die Widerspenstigkeit des Glücks" von Gabrielle Zevin

























Roman
Taschenbuch: 288 Seiten
Erscheinung: 11. Mai 2015
Verlag: Diana
ISBN: 978-3453358621
empfohlener Verkaufspreis: 12,99 Euro [D]

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse









A.J. Fikry lebt auf einer malerischen Insel, ist umgeben von seinen wertvollsten Besitztümern - Tausenden von Büchern - und ist trotzdem ein unglücklicher Mensch. Bis er eines Morgens einen ungebetenen Gast entdeckt: In seiner Buchhandlung sitzt die zweijährige Waise Maya. Gegen seinen Willen nimmt er sich des kleinen Mädchens an, und es stellt sein Leben völlig auf den Kopf. Und dann ist da noch die Verlagsvertreterin Amelia, die A.J. nicht so schnell vergessen kann ...









Über die Autorin Gabrielle Zevin bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Denn eines meiner absoluten Lieblingsjugendbücher ist "Elsewhere".

Das Cover ist - wenn man die Handlung noch nicht kennt - auch eher schlicht. Im Nachhinein aber erkenne ich den Zusammenhang der Bilder und warum dieses Cover gewählt wurde.

Die Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein. A. J. hat seine Lebensfreude und Träume verloren, als ihn ein schwerer Schicksalsschlag getroffen hat. Er arbeitet zwar, aber kümmert sich nicht gut um sich selbst.

Das ändert sich an dem Tag, an dem die kleine Maya in sein Leben tritt. Ein kleines Mädchen, das in der Buchhandlung ausgesetzt wurde.

Und dann ist da noch Amelia, eine Verlagsvertreterin, die es anfangs nicht leicht mit A.J. als Kunden hat. Doch ihre Liebe zu Büchern verbindet sie von Anfang an.

Mit der Handlung habe ich mich anfangs wirklich etwas schwer getan. Ich lese nun einmal sehr gerne Jugendbücher und im Vergleich dazu empfand ich "Die Widerspenstigkeit des Glücks" als anstrengende Literatur. Doch nachdem ich mich in das Buch eingelesen hatte ist es mir immer mehr ans Herz gewachsen.

Ein Großteil der Handlung spielt in einer Buchhandlung, noch dazu spielen Bücher immer wieder eine große Rolle. Sehr viele tiefsinnige Gedanken sind in dem Buch, viel Tiefgang, viele Emotionen und Dinge, die zum Nachdenken anregen. Ich will nicht zu viel verraten, denn es ist eines der Bücher, die man selbst entdecken sollte.

Es gibt in der Handlung immer wieder Zeitsprünge, die ich teilweise als störend empfand. Manchmal waren diese einfach zu groß, zu schnell da und ich wurde emotional wieder aus dem Buch gerissen. Man hätte das Potenzial der Handlung noch ein wenig mehr nutzen können, um den Leser noch tiefer in die Geschehnisse einzubeziehen.

Nichtsdestotrotz hat mich das Buch berührt und auch gerührt.

Der Schreibstil von Gabrielle Zevin war auch bei diesem Buch wieder flüssig und bildhaft.









Ein Roman, der tief im Herzen berührt und auch noch lange nach dem Lesen in Erinnerung bleibt. Keine leichte Lektüre, aber auf jeden Fall lesenswert. Für jeden, der ein Buch nach der letzten Seite nicht vergessen will.

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