Montag, 14. Dezember 2015

Buchrezension zu "Herrscher der Gezeiten" von Nichola Reilly

Herrscher der Gezeiten


Fantasy / Jugendbuch
gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Erscheinung: 12. Januar 2015
Verlag: MIRA Taschenbuch
ISBN: 978-3-95649-106-1
empfohlener Verkaufspreis: 14,99 Euro [D]
Hier könnt Ihr das Buch bestellen

Bewertung:
2 von 5 Tintenkleckse


Klappentext
Die Erde ist überflutet. Die letzten Überlebenden harren auf einer kleinen Insel aus, deren Ufer mit jeder Flut schmaler werden. Dass sie in dieser Welt unerwünscht ist, spürt Coe jeden Tag. So gut sie kann, erledigt sie ihre erniedrigende Arbeit und setzt sich gegen die anderen Inselbewohner zur Wehr. Heimlich schwärmt sie für den mutigen Tiam, ihren einzigen Freund.

Dann geschieht es. Der Herrscher der Insel liegt im Sterben und hinterlässt keinen Erben. Ausgerechnet Coe wird ins Schloss eingeladen und erfährt, dass die königliche Familie ein Geheimnis hütet, das alles für immer verändern kann. Gibt es einen Ausweg aus dem Albtraum, in dem sie alle leben? Coe und Tiam müssen sich beeilen, Antworten zu finden, bevor ihre Welt für immer in den Fluten versinkt ...
Meine Meinung
Lange habe ich dieses Buch nun schon zu Hause und nachdem ich nun noch einmal begonnen habe, es ab der ersten Seite zu lesen, habe ich es nun endlich komplett gelesen.
Ihr merkt schon, es war ein Buch, das mir nicht leicht gefallen ist. Dabei ist der Anfang recht solide. Die Welt versinkt in den Fluten, jeden Tag wird ein Stück mehr von dem Sand der Insel abgetragen und somit wird die Insel immer kleiner. Stück für Stück.
Diese kleine Welt hat einen König, der in einem Schloss wohnt und während den Fluten mit seiner Tochter im Turm ist. Die restliche Inselbevölkerung muss während der Fluten auf eine enge Plattform, damit sie überleben können. Alles ist dennoch geregelt, von den Plätzen auf der Plattform bis zu den Aufgaben, die jeder Bewohner hat.
Coe kommt sich selbst ziemlich unnütz vor. Sie muss das Toilettenhaus reinigen und verrichtet eher niedrige Arbeit. Heimlich schwärmt sie für ihren besten Freund Tiam. Jeder ist sich auf dieser Insel selbst am nächsten. Coe ist alleine, ihr Vater ist vermutlich gestorben, ihre Mutter kennt sie nicht.
Tiam möchte Coe beschützen, er sorgt dafür, dass Coe in den Palast kommt.
Bis zum Schluss konnte ich leider keine Bindung zu den Charakteren aufbauen. Coe ist meistens zurückhaltend, sie ist mir noch am meisten ans Herz gewachsen.
Tiam habe ich immer wieder in Frage gestellt, oftmals war es mir nicht bewusst, auf welcher Seite er nun eigentlich steht und dadurch konnte ich keine emotionale Bindung aufbauen.
Leider hatte ich während dem Lesen auch immer wieder das Gefühl, dass ich viele Charaktere nicht einschätzen kann. Und auch die Handlung konnte mich nicht überzeugen. Vor allem der Mittelteil war sehr langatmig.
Das Ende war überraschend und spannend, leider auch sehr offen. Ich bin grundsätzlich kein Fan von offenen Enden, aber hier waren viel zu viele Dinge offen. Gerade als ich dachte, dass das Buch noch eine Wendung macht und interessant wird, war es vorbei. Schade, dass es sich hier um einen Einzelband handelt.

Fazit
Insgesamt leider sehr langatmig und zu viele Fragen, die offen bleiben. Wenige spanennde Momente konnten mich leider nicht komplett vom Buch überzeugen.

Vielen Dank an BloggDeinBuch für das Rezensionsexemplar.