Montag, 13. Juli 2015

Buchrezension zu "Girl on the train" von Paula Hawkins

Girl on the train
Roman

Klappenbroschur: 448 Seiten
Erscheinung: 15. Juni 2015
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-7645-0522-6
empfohlener Verkaufspreis: 12,99 Euro [D]

Bewertung:
3 von 5 Tintenkleckse


Klappentext
Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht. Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ...


Meine Meinung
Das Cover hat mich bereits auf das englische Original aufmerksam gemacht. Ich finde es sehr gut umgesetzt, als würde man von einem fahrenden Zug aus dem Fenster sehen.

Der Einstieg in das Buch war auch wirklich gut. Die Handlung wird aus den Sichten der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt, die immer wieder wechseln.

Da ist die wunderschöne Megan, das Mordopfer.
Anna, eine Nachbarin von Megan.
Und die alkoholabhängige Rachel, die Mann und Job verloren hat, und täglich an Megans Haus vorbeifährt. Sie versucht den Schein zu wahren und fährt täglich nach London, wo sie die Zeit totschlägt.

Die Straße, in der Megan wohnt, hat für Rachel eine besondere Bedeutung. Vermutlich ist das auch ein Grund, warum Rachel sich Geschichten um das Leben von Megan und ihrem Mann Scott ausdenkt.

Einerseits tat Rachel mir mit ihrer Alkoholabhängigkeit leid, aber andererseits ist sie mir auch immer wieder auf die Nerven gegangen. Ihre Lebensweise konnte ich nicht nachvollziehen und oftmals kam es mir so vor, als würde das Thema Alkoholabhängigkeit ein wenig auf die leichte Schulter genommen.

Ansonsten hat mich aber der Schreibstil von Paula Hawkins überzeugt. Vor allem hat mir gefallen, wie geschickt sie das Leben der drei Frauen verknüpft hat.

Ich hätte mir ein paar spannende und unvorhergesehene Wendungen gewünscht. Diese waren leider sehr spärlich. Letztendlich war mir zu schnell klar, WER der Mörder von Megan ist. Nur das WARUM konnte mich tatsächlich noch überraschen.


Fazit
Eine interessante Handlung, die wenige überraschende Momente hatte. Aber die Momente, die mich überraschen konnten, hatten es dafür in sich.


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