Montag, 27. Juli 2015

Buchrezension zu "Lana - Schattenbilder" von Annie J. Dean

Lana Schattenbilder
Jugendbuch - Fantasy

Taschenbuch: 380 Seiten
Erscheinung: 18. April 2014
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN: 978-1497440258
empfohlener Verkaufspreis: 9,96 Euro [D]

Bewertung:
5 von 5 Tintenkleckse


Klappentext
Die achtzehnjährige Lana wächst nach dem Unfalltod ihrer Eltern auf einem Internat nahe Boston auf. Ohne jegliche Erinnerungen an ihr früheres Leben, plagen sie seit der damaligen Tragödie vor acht Jahren immer die gleichen, wiederkehrenden Albträume. Als eines Morgens ein mysteriöser Mann ihren Weg kreuzt und sie fortan bedroht, findet sie unerwartet Hilfe bei dem geheimnisvollen Tristan, der als einziger über ihren Peiniger Bescheid zu wissen scheint… und über ihre wahre Vergangenheit. Mit ihm an ihrer Seite muss sie lernen, an ihre Grenzen zu gehen, bis ein elementarer Kampf gegen die finsteren Mächte der Magie alles ändert.


Meine Meinung
Das Cover hat mir vom ersten Moment an gefallen, obwohl ich es eigentlich nicht mag, wenn Gesichter auf einem Cover sind. Schließlich mache ich mir von den Protagonisten lieber ein eigenes Bild. Aber hier hat mich das Mädchen auf dem Cover sofort angesprochen und ich habe mich gefragt, was es mit dem Löwen auf sich hat. Außerdem sind die Farben schön gewählt, alles sieht sehr harmonisch aus.


Wenn man das Buch dann in den Händen hält merkt man, wie hochwertig das Buch ist. Es fühlt sich samtig-weich an, man möchte es gar nicht mehr loslassen. Zudem war es für ein Taschenbuch sehr belastbar und es ist keine Leserille beim Lesen entstanden. Nun aber zu den Protagonisten.

Lana mochte ich von Anfang an. Sie kann sich nicht mehr an ihre Kindheit erinnern, nach dem Unfalltod ihrer Eltern wächst sie in einem Internat auf ohne zu wissen, wer sie ist. Sie hat auch keinen Kontakt zu irgendwelchen Verwandten, es gibt lediglich einen Onkel, der für die Kosten aufkommt. Aber diesen kennt sie nicht. Sie ist eine starke und mutige Person, vielleicht auch, weil sie ganz alleine zurechtkommen muss. Anfangs erweckt sie einen eher zaghaften und schüchternen Eindruck, aber das ändert sich schnell.

Tristan konnte ich nicht so schnell einschätzen. Er wirkt überlegen, hat sich gut unter Kontrolle und lässt kaum Gefühlsregungen zu, so dass er immer wieder sehr kühl wirkt.

Neben den Hauptprotagonisten habe ich vor allem Loutha ins Herz geschlossen. Er ist der Ziehvater von Tristan und eine sehr herzliche Person.

Die Handlung spielt an zwei verschiedenen Orten - einmal in Richport, das in unserer Welt liegt. Hier erleben Lana und Tristan zwar auch schon mysteriöses, aber alles spielt sich in einem glaubwürdigen Rahmen ab. Der andere Ort ist Nawax. Nawax hat mich sehr an das Mittelalter erinnert und eigentlich mag ich keine historischen Romane. Aber durch den Schreibstil hat es mir nichts ausgemacht. Zwar unterhalten sich die Menschen dort etwas anders, aber wirklich nur ein klein wenig, genau so, dass man den Unterschied zu unserer heutigen Welt bemerkt, es aber dennoch nicht im Lesefluss stört.

Überhaupt ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen. Modern, flüssig und fantasievoll. Die Welt Navax wurde detailreich beschrieben, viel Liebe wurde in die Beschreibung der Stadt investiert und hier merkt man, dass die Autorin sich sehr mit Nawax beschäftigt hat. Das hat mir besonders gut gefallen.

"Lana - Schattenbilder" ist der Auftakt einer Trilogie. Das Buch ist in sich abgeschlossen, aber es bleiben ein paar Fragen offen, so dass ich auf jeden Fall Band 2 "Lana - Das Geheimnis der Statuen" auch bald lesen werde. Der dritte Band "Lana - Götterdämmerung" erscheint am 15. April 2015.


Fazit
Ein gelungener Auftakt einer Trilogie, die noch viel zu erzählen hat. Spannend und fantasievoll erzählt, mich konnte die Geschichte um Lana und Tristan fesseln und begeistern.

Vielen Dank an
BloggDeinBuch und Annie J. Dean für das Rezensionsexemplar, das ich im Rahmen der lovely selfies - Aktion lesen durfte.

Montag, 13. Juli 2015

Buchrezension zu "Girl on the train" von Paula Hawkins

Girl on the train
Roman

Klappenbroschur: 448 Seiten
Erscheinung: 15. Juni 2015
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-7645-0522-6
empfohlener Verkaufspreis: 12,99 Euro [D]

Bewertung:
3 von 5 Tintenkleckse


Klappentext
Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht. Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ...


Meine Meinung
Das Cover hat mich bereits auf das englische Original aufmerksam gemacht. Ich finde es sehr gut umgesetzt, als würde man von einem fahrenden Zug aus dem Fenster sehen.

Der Einstieg in das Buch war auch wirklich gut. Die Handlung wird aus den Sichten der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt, die immer wieder wechseln.

Da ist die wunderschöne Megan, das Mordopfer.
Anna, eine Nachbarin von Megan.
Und die alkoholabhängige Rachel, die Mann und Job verloren hat, und täglich an Megans Haus vorbeifährt. Sie versucht den Schein zu wahren und fährt täglich nach London, wo sie die Zeit totschlägt.

Die Straße, in der Megan wohnt, hat für Rachel eine besondere Bedeutung. Vermutlich ist das auch ein Grund, warum Rachel sich Geschichten um das Leben von Megan und ihrem Mann Scott ausdenkt.

Einerseits tat Rachel mir mit ihrer Alkoholabhängigkeit leid, aber andererseits ist sie mir auch immer wieder auf die Nerven gegangen. Ihre Lebensweise konnte ich nicht nachvollziehen und oftmals kam es mir so vor, als würde das Thema Alkoholabhängigkeit ein wenig auf die leichte Schulter genommen.

Ansonsten hat mich aber der Schreibstil von Paula Hawkins überzeugt. Vor allem hat mir gefallen, wie geschickt sie das Leben der drei Frauen verknüpft hat.

Ich hätte mir ein paar spannende und unvorhergesehene Wendungen gewünscht. Diese waren leider sehr spärlich. Letztendlich war mir zu schnell klar, WER der Mörder von Megan ist. Nur das WARUM konnte mich tatsächlich noch überraschen.


Fazit
Eine interessante Handlung, die wenige überraschende Momente hatte. Aber die Momente, die mich überraschen konnten, hatten es dafür in sich.