Dienstag, 12. Mai 2015

Buchrezension zu "Deleted" von Margit Ruile

deleted
Jugendbuch
Dystopie

Taschenbuch: 256 Seiten
Erscheinung: 31.03.2015
Verlag: bloomoon
ISBN: 978-3-845806396
empfohlener Verkaufspreis: 12,99 Euro [D]

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse


Klappentext
Berlin 2034. Ben lebt ein ganz normales Leben mit seiner Familie. Den Alltag regelt wie bei allen anderen Menschen sein Slave für ihn. Eine Hologramm-Figur, die ihm bei Recherchen hilft, seine Termine plant und auch ansonsten immer für ihn da ist.

Dank ihm hat Ben Zugriff auf alle möglichen Kameras in der Stadt. Ben stellt die ständige Überwachung der Slaves irgendwann in Frage und gerät an die falschen Freunde. Um Teil dieser Gruppe zu werden, soll Ben seinen Slave Sakar auslöschen. Ben folgt dieser Aufforderung, obwohl ihm Sakar geholfen hat, die Aufnahmeprüfung für die Akademie zu bestehen.

Kurz darauf wird er in der Akademie aufgenommen und trifft dort auf den schwerfälligen Eigenbrötler Lennart, den klugen und aufrührerischen Jonas und die perfekte Zoe. Zoe spricht wie ein wandelndes Werbeplakat für das Internat. Aber irgendwie kommt Ben das alles sehr merkwürdig vor. Und als Jonas nach einer gewagten Diskussion im Unterricht plötzlich mitten in der Nacht verschwindet, weiß Ben nicht, wem er noch trauen kann.


Meine Meinung
Das Buchcover ist wirklich gut gelungen und spiegelt die Handlung wieder. Man sieht sofort, dass es sich hier um ein Buch handelt, dass sich mit Technik beschäftigt und somit auch männliche Leser anspricht.

Das Buch beginnt etwas schleppend, ich fand die Handlungen des Protagonisten Ben nicht nachvollziehbar. Er hat durch seinen Slave Sakar einige Vorteile, vertraut ihm nicht, obwohl er ihn schon lange kennt. Doch diese Gruppe der "Falschen Freunde" hinterfragt er nicht einmal. Das fand ich schon seltsam.

Allerdings änderte sich meine Einstellung zur Handlung recht schnell. Denn ab dem Zeitpunkt, ab dem Ben in die Akademie aufgenommen wird, geht es rasant in der Handlung voran. Die Autorin führt einen auch gerne auf die falsche Fährte, so dass man nicht nur miträtseln kann, sondern auch immer wieder überrascht wird.

Die Zukunft, in der Slaves für die Menschen alles regeln, empfand ich sehr realitätsnah. Schon heute gehen wir nicht mehr ohne unser Smartphone aus dem Haus, der Slave ist eine kleine Weiterentwicklung. Erschreckend und faszinierend zugleich. Das Buch regt auch zum Nachdenken an.

Den Schreibstil von Margit Ruile mag ich sehr gerne, ich kenne bereits ihre Mira Buchreihe und war von dieser schon begeistert. Sie versteht es, kleine Details immer wieder einfließen zu lassen, so dass man erst nach und nach die Zusammenhänge versteht.



Fazit
Spannendes Jugendbuch, das mit unvorhersehbaren Wendungen den Leser einnimmt. Endlich mal wieder ein Jugendbuch, das bestimmt auch bei Jungen großen Anklang finden wird.

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