Mittwoch, 29. April 2015

Buchrezension zu "Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb" von Tanya Stewner

Der Sommer in dem die Zeit stehenblieb
Jugendbuch
Fantasy

Hardcover: 320 Seiten
Erscheinung: 12. Februar 2015
Verlag: Fischer KJB
ISBN: 978-3-596-85426-4

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse


Klappentext
Wenn Juli nachdenken will, zieht sie sich auf ihre Lichtung zurück. Doch eines Tages ist sie nicht alleine dort. Ein Junge steht vor ihr, plötzlich und unerwartet. Ein Junge wie von einem anderen Stern, so schön und so geheimnisvoll ist er. Ihrer beider Liebe könnte die Welt verändern. Doch darf diese Liebe überhaupt sein?



Meine Meinung
Ist das Cover nicht wunderschön? Das war meine erste Reaktion, als ich das Buch entdeckt habe. Dieses Cover sieht schon so verträumt aus, das muss einfach ein romantisches Buch sein.

Juli ist eine ganz liebenswerte Person, ich habe sie sofort ins Herz geschlossen, ebenso ihre beste Freundin Whoopi. Die beiden sind unzertrennlich. In der Schule gehören sie zu den Außenseitern. Während Julis Eltern reich sind, ist Whoopis Mutter alleinerziehend. Dennoch fühlt sich Juli bei Whoopi zu Hause wohler, denn obwohl Juli in einem großen Haus wohnt ist dort alles kalt und steril. Ihre Eltern arbeiten beide sehr viel und sprechen kaum mit ihr.

Anjano, der Junge, den Juli auf der Lichtung trifft, hat mich begeistert. Er ist ein Highlight in dem Buch. Man rätselt, wo er herkommt, denn allein der Name ist schon sehr außergewöhnlich. Zudem spricht er etwas eigenartig - er nimmt die Bedeutung der Wörter sehr genau, was das Buch poetisch und wortgewaltig macht. Er bildet Wortkreationen, die zum Nachdenken anregen.

Die Handlung des Buches ist wirklich besonders. Es geht vor allem um ein Zukunft, die nicht typisch für eine Dystopie ist. Zwischenmenschliche Beziehungen spielen eine große Rolle, nicht nur romantische Beziehungen, sondern auch freundschaftliche. Ich möchte mich hier auch wirklich zurückhalten, denn das Buch lebt durch Spekulationen und ich möchte, dass Ihr mitfiebert und Euch überraschen lässt.

Tanja Stewner schreibt umgangssprachlich, flüssig und vor allem hat sie ein Gefühl für Wörter. Sie hat so viel Poesie in dieses Buch gebracht, dass es berührt, nachdenklich stimmt und man ewig weiterlesen könnte. Es war sicherlich nicht das letzte Buch, das ich von ihr gelesen habe.


Fazit
Ein Jugendbuch, das berührt. Eine Dystopie, die uns hoffen lässt. Mitreißend erzählt, unterlegt mit Poesie und mit einer durchdachten Handlung abgerundet.

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