Freitag, 20. März 2015

Buchrezension zu "Amaias Lied" von Ana Jeromin

Amaias Lied
Kinder- und Jugendbuch
Märchen / Fantasy

Hardcover: 240 Seiten
Erscheinung: Januar 2015
Verlag: Coppenrath
ISBN: 978-3-649-61687-0

Bewertung:
5 von 5 Tintenkleckse


Klappentext

Endlich in Barcelona! Verzaubert von den Millionen Klängen und Gerüchen spaziert die 12-jährige Marja mit ihrer Familie durch die Stadt. Doch während sie auf den Ramblas einen Kleinkünstler beobachtet, passiert es: Plötzlich ist Marjas Familie in der Menschenmenge verschwunden! Und zu allem Überfluss klaut ihr ein Straßenjunge auch noch Geld und Handy.

Der Verzweiflung nahe, irrt Marja durch die Stadt, bis sie auf zwei singende Mädchen stößt. Die Melodie zieht sie magisch an und kurzerhand folgt Marja den Sängerinnen bis zu einer Taverne. Die freundliche Wirtin bittet sie herein und verspricht, ihr zu helfen. Doch was Marja nicht weiß: Die Frau ist Amaia, die weinende Dame – eine Hexe, die Kinder fängt. Und Marja soll ihr nächstes Opfer sein. Kann sie dem Zauber der Hexe entkommen?


Meine Meinung
Marja ist mutig - sie ist ohne Handy in einer fremden Stadt unterwegs, allein und versteht nicht einmal die Sprache. Trotzdem bricht sie nicht in Tränen aus. Sie sucht einen rationalen Weg, um ihre Eltern und Schwester zu finden. Also läuft sie zur nächsten Sehenswürdigkeit, die die Familie besichtigen wollte. Dafür habe ich sei wirklich bewundert. Dieser Mut zieht sich auch durch die komplette Handlung. Sie ist eine tolle Protagonistin und es hat mir viel Spaß gemacht, sie bei ihrem Abenteuer zu begleiten.

Die Handlung beginnt kurz bevor Marja von ihrer Familie getrennt wird. Es geht sofort abenteuerlich los und so war ich sehr schnell in der Handlung gefangen. Man irrt durch die Straßen Barcelonas und auch wenn ich noch nie in Barcelona war habe ich die spanische Lebensart gespürt. Das Buch hat mir die Stadt ein klein wenig näher gebracht und da ich irgendwann einmal sicher nach Barcelona fliegen werde habe ich schon jetzt ein paar Orte im Kopf, die ich unbedingt sehen will.

Manches ist vorhersehbar, aber es ist auch ein Kinderbuch. Das sollte man nicht vergessen. Aber es gab auch einen Überraschungsmoment, der mich völlig unvorbereitet getroffen hat.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, einfach und dennoch bildhaft und spannend. Eine perfekte Kombination. Er ist kindgerecht, so dass er zum Lesen anregt, aber Kinder dennoch gut schlafen können. Das ist mir bei Kinderbüchern besonders wichtig. Hier ist genug Action, um Kinder zu faszinieren, aber trotzdem nicht zu viel, dass sei überfordert werden.

Die Autorin Ana Jeromin ist vielen sicherlich als Anika Beer bekannt. Im Coppenrath Verlag veröffentlichte sie ihr Buch "Amaias Lied" unter dem offenen Pseudonym Ana Jeromin.


Fazit
Ein spannendes und abenteuerliches Buch für Kinder. Ein modernes Märchen, das man auch als Erwachsener genießen kann. Für mich ein rundum gelungenes Buch, das man auch mehrmals lesen kann.

Montag, 9. März 2015

Benjamin Lacombe mit Sébastien Perez im März 2015 in Deutschland

Leonardo Salai

Ich muss mich wirklich ganz herzlich bei BUCHLOKAL bedanken, die mich darauf hingewiesen haben, dass die Termine für die Deutschland-Tour von Benjamin Lacombe bereits online sind.


Ehrlich gesagt hatte ich gar nicht damit gerechnet, dass die im letzten Herbst abgesagten Termine so schnell nachgeholt werden.
Umso mehr freut es mich, dass es dieses Mal auch in Süddeutschland einige Termine gibt.

Hier findet Ihr die bisher bekannten Termine - für eine aktuelle Übersicht klickt am Besten auf die Website des Verlagshauses Jacoby & Stuart.

Lasst Euch diese tolle Chance nicht entgehen!


Leipzig, 14. März 2015

Erfurt, 15. März 2015

München, 16. März 2015

Stuttgart, 17. März 2015

Hamburg, 18. März 2015

Berlin, 19. März 2015

Berlin, 20. März 2015

Mittwoch, 4. März 2015

Buchrezension zu "Atlantia" von Ally Condie

Atlantia

Jugendbuch
Fantasy

Hardcover: 400 Seiten
Erscheinung: 11. Februar 2015
Verlag: Fischer FJB
ISBN: 978-3-8414-2169-2

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse


Klappentext
Zwillinge.
Sie waren für ein gemeinsames Leben bestimmt.
Doch das Schicksal trennte sie.

Bay, du fehlst mir so sehr, flüsterte sie in die Muschel. Aus dem Inneren tönte ein rauschender Gesang und erinnerte an eine Zeit, als Wasser und Land noch zusammengehörten. Wo auch immer an der Landoberfläche ihre Schwester nun war, sie musste sie finden – auch wenn es niemandem erlaubt war, die Stadt unter der Glaskugel zu verlassen.

In einer Welt, die in Wasser- und Landbevölkerung aufgeteilt ist, werden die Zwillingsschwestern Rio und Bay durch einen Schicksalsschlag getrennt. Bay tritt ihre Reise zur Oberfläche an. Rio bleibt in Atlantia zurück. Um ihre Schwester wiederzusehen, muss sie herausfinden, warum Wasser und Land getrennt wurden und welche wunderbare und zugleich zerstörerische Gabe die Frauen der Familie verbindet.


Meine Meinung
Spannend ab der ersten Seite - und das ist nicht übertrieben, denn es beginnt direkt mit dem Tag der Trennung. Rio und auch Bay müssen sich entscheiden, ob sie weiter in Atlantia leben wollen, oder ob sie nach Oben gehen. Rio ist ein paar Minuten älter als ihre Zwillingsschwester und muss sich deswegen zuerst entscheiden. Wenn einmal eine Entscheidung getroffen ist, kann diese nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Rio wollte schon als Kind nach Oben, die Sonne auf ihrer Haut spüren. Doch als ihre Eltern tot sind verspricht sie ihrer Schwester, dass sie in Atlantia bleibt. Rio hält sich an ihr Versprechen und wählt Atlantia, doch als ihre Schwester an der Reihe ist, verschlägt es ihr den Atem - denn Bay wählt Oben. Da man auch sofort abgeführt wird, hat Rio keine Möglichkeit mehr, mit Bay zu sprechen.

Rio ist eine verantwortungsbewusste, ältere Schwester. Sie ist in Atlantia zwar aufgewachsen, aber man hat nicht das Gefühl, dass es ihre Heimat ist. Sie sehnt sich nach Oben und würde gerne erfahren, wie es dort ist. Da ihre Schwester nun auch Oben ist und sie außer ihrer Tante Maire keine Verwandten mehr in Atlantia hat, will sie unbedingt einen Weg finden, nach Oben zu gelangen.

Von Bay erfährt man leider nicht viel, sie ist Oben und nur über Erinnerungen ihrer Schwester erfährt man, dass sie Atlantia liebt. Umso mehr wundert es, dass sie sich für ein Leben Oben entschieden hat. Das ist eine der spannenden Fragen in der Handlung.

Mich hat die Handlung von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen. Wie Rio wollte auch ich wissen, welchen Grund es hatte, dass Bay sie einfach im Stich gelassen hat. Es geschehen ein paar überraschende Wendungen und es tauchen auch einige liebenswerte und interessante Nebencharaktere auf, so dass ich durchweg gut unterhalten war.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen - er ist flüssig und kann wunderbare Bilder zaubern, so dass ich oftmals das Gefühl hatte, dass Atlantia eine Stadt ist, die ich bereits besucht habe. In Gedanken bin ich über den Tiefmarkt gewandert und konnte die kleinen Wassergassen mit den Gondeln sehen. Ein bisschen erinnert Atlantia an Venedig.


Fazit
Spannend ab der ersten Seite. Das Buch hat mich so sehr eingenommen, dass ich ewig hätte weiterlesen können. Und gerade weil mich dieses Buch so gefesselt hat war es etwas enttäuschend, als das Ende meiner Meinung nach viel zu schnell abgehandelt wurde.