Freitag, 13. Februar 2015

Buchrezension zu "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" von Lilly Lindner

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin
Jugendbuch

Taschenbuch: 400 Seiten
Erscheinung: 19.02.2015
Verlag: S. Fischer Verlage
ISBN: 978-3-7335-0093-1
empfohlener Verkaufspreis: 9,99 Euro [D]

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse


Klappentext

April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.


Meine Meinung
Als ich den Klappentext gelesen habe, bin ich davon ausgegangen, dass es sich um ein Buch handelt, in dem Magersucht thematisiert wird. Das ist hier jedoch nur am Rande der Fall. In erster Linie geht es um die Schwestern April und Phoebe, die stark miteinander verbunden sind.

Das Buch berührt und wenn man selbst Geschwister hat versteht man, wie eng verbunden man mit diesen sein kann.
Phoebe ist die kleine Schwester, die ihre große Schwester April wahnsinnig vermisst. April wurde aufgrund ihrer Magersucht in eine Klinik eingewiesen. Phoebe schreibt täglich Briefe an April, obwohl sie keine Antwort bekommt.

Es sind Briefe, die eine kluge 9jährige verfasst, poetisch, ängstlich, manchmal auch einfach nur aus dem Leben gegriffen. Dinge, die sich in ihrem täglichen Leben ereignen.

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber das Buch enthält Überraschungen und ist immer wieder sehr emotional.
Gerne würde ich noch ausführlich über einige Textpassagen berichten, aber ich glaube, dass man dieses Buch selbst entdecken muss.
Mein Lieblingszitat aus dem Buch möchte ich Euch aber nicht vorenthalten:

"Du bist der Grundstein in meinem Wortschatz, für einen glücklichen Satz." Buchseite 191

Ich hoffe, ihr habt einen Eindruck davon bekommen, wie poetisch das Buch an manchen Stellen ist. Und es gibt noch so viele Weisheiten und andere Zitate in dem Buch zu finden.

Mir war es für ein Jugendbuch manchmal schon zu emotional belastend. Auf jeden Fall sollte man Taschentücher bereithalten, denn ich bin mir sicher, dass dieses Buch fast jeden mindestens einmal zum Weinen bringt.


Fazit
Ein Buch, über das man auch nach dem Lesen noch nachdenkt. Es ist stellenweise sehr emotional und poetisch, an anderen Stellen zieht sich das Buch jedoch in die Länge.

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