Freitag, 20. Februar 2015

Buchrezension zu "Titans of Love – Verliebt in der Nachspielzeit" von Poppy J. Anderson

Titans of Love Band 1 - Verliebt in der Nachspielzeit
Chick-Lit
Frauenroman

Taschenbuch: 272 Seiten
Erscheinung: 28.11.2014

Verlag: rororo
ISBN: 978-3-499-26931-8

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse


Klappentext
John ist ein echter Traumtyp. Kein Wunder, dass sich Hanna Hals über Kopf in den ehemaligen Footballspieler verliebt.

Doch jeder von Johns Schritten wird von der Klatschpresse aufmerksam verfolgt. In New York ist er eine Berühmtheit, seit er das Traineramt bei den Titans, einer beliebten, wenn auch in letzter Zeit etwas erfolglosen Mannschaft, übernommen hat. Und Hanna passt so gar nicht ins Bild einer typischen Spielerfrau: Sie ist ein bisschen zu schlau, ein bisschen zu rundlich und so gar nicht an der Welt der Stars und Sternchen interessiert.

Eine Hetzjagd auf Hanna beginnt, an der die eigentlich glückliche Beziehung zu zerbrechen droht.


Meine Meinung
Hanna und John begegnen sich zufällig, als das Taxi, in dem Hanna sitzt, in einen Unfall verwickelt ist. Und Hanna hat keine Ahnung, dass John in New York eine Berühmtheit ist. Natürlich verlieben sich die Beiden.

Hanna ist eine ganz normale Frau, die im Leben steht, intelligent ist und weiblich aussieht. Deswegen hat sie auch oft Komplexe. Bis hierhin konnte ich Hanna verstehen und habe sie auch ins Herz geschlossen. Im Laufe des Buches hat es mich dann ein wenig genervt, dass sie immer wieder in Frage stellt, ob John sie wirklich liebt. Schließlich sieht sie nicht wie ein Model aus und deswegen wird sie immer und immer wieder von Selbstzwefeln geplagt.

John ist ein netter Kerl, der in jungen Jahren auch gerne seine Berühmtheit etwas ausgenutzt hat und öfter seine Freundinnen gewechselt hat. Nun ist er Anfang dreißig und auf der Suche nach einer ernsten Beziehung. Das habe ich ihm auch sofort geglaubt.

Die Beiden haben einige Höhen und Tiefen zu überstehen, denn es ist nicht einfach, wenn man ständig in der Öffentlichkeit steht und über einen geredet wird. Die Presse kann gemein sein und Hanna ist oftmals nicht selbstbewusst genug.

Insgesamt war es allerdings eine nette Handlung, die man aufgrund des flüssigen Schreibstils der Autorin auch sehr schnell und gerne liest. Ein typisches Chick-lit Buch mit wenigen Überraschungsmomenten. Aber trotzdem lesenswert, weil man genau die Geschichte bekommt, die man erwartet.



Fazit
Insgesamt ein süßes Buch, das man ab und an noch besser mit Leben hätte füllen können. Die Buchreihe werde ich auf jeden Fall weiterverfolgen.


Freitag, 13. Februar 2015

Buchrezension zu "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" von Lilly Lindner

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin
Jugendbuch

Taschenbuch: 400 Seiten
Erscheinung: 19.02.2015
Verlag: S. Fischer Verlage
ISBN: 978-3-7335-0093-1
empfohlener Verkaufspreis: 9,99 Euro [D]

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse


Klappentext

April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.


Meine Meinung
Als ich den Klappentext gelesen habe, bin ich davon ausgegangen, dass es sich um ein Buch handelt, in dem Magersucht thematisiert wird. Das ist hier jedoch nur am Rande der Fall. In erster Linie geht es um die Schwestern April und Phoebe, die stark miteinander verbunden sind.

Das Buch berührt und wenn man selbst Geschwister hat versteht man, wie eng verbunden man mit diesen sein kann.
Phoebe ist die kleine Schwester, die ihre große Schwester April wahnsinnig vermisst. April wurde aufgrund ihrer Magersucht in eine Klinik eingewiesen. Phoebe schreibt täglich Briefe an April, obwohl sie keine Antwort bekommt.

Es sind Briefe, die eine kluge 9jährige verfasst, poetisch, ängstlich, manchmal auch einfach nur aus dem Leben gegriffen. Dinge, die sich in ihrem täglichen Leben ereignen.

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber das Buch enthält Überraschungen und ist immer wieder sehr emotional.
Gerne würde ich noch ausführlich über einige Textpassagen berichten, aber ich glaube, dass man dieses Buch selbst entdecken muss.
Mein Lieblingszitat aus dem Buch möchte ich Euch aber nicht vorenthalten:

"Du bist der Grundstein in meinem Wortschatz, für einen glücklichen Satz." Buchseite 191

Ich hoffe, ihr habt einen Eindruck davon bekommen, wie poetisch das Buch an manchen Stellen ist. Und es gibt noch so viele Weisheiten und andere Zitate in dem Buch zu finden.

Mir war es für ein Jugendbuch manchmal schon zu emotional belastend. Auf jeden Fall sollte man Taschentücher bereithalten, denn ich bin mir sicher, dass dieses Buch fast jeden mindestens einmal zum Weinen bringt.


Fazit
Ein Buch, über das man auch nach dem Lesen noch nachdenkt. Es ist stellenweise sehr emotional und poetisch, an anderen Stellen zieht sich das Buch jedoch in die Länge.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Buchrezension zu "Liebesteufel" von Jessica Swiecik

Der Liebesteufel
Jugendbuch
Thriller


Taschenbuch: 231 Seiten

Erscheinung: 15. Dezember 2014
Verlag: mainbook
ISBN: 978-3944124742
empfohlener Verkaufspreis: 10,90 Euro [D]

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse


Klappentext



Er ist auf der Suche nach der Liebe. Der großen, einzigen Liebe.


Er denkt, er könne sie bei jungen Teenagerinnen finden.


Er chattet mit unschuldigen Mädchen, trifft sich mit ihnen und...


Er weiß nicht, wer er ist. Niemand weiß es. Niemand kennt ihn. Niemand will ihn kennen.


Er ist ein Teufel. Ein Teufel der Liebe, der bereit ist zu töten...

Meine Meinung

Liebesteufel wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, was mir sehr gut gefällt. Ich mag es gerade bei Thrillern, wenn ich einen Einblick in die Handlung aus unterschiedlichen Blickpunkten bekomme.

ER, der seine wahre Liebe im Internet bei Minderjährigen sucht.

Lilly, Zimmermädchen im Hotel Auenblick. Sie ist Anfang 20, neugierig, aber auch ängstlich und lebt zurückgezogen. Man schließt sie schnell ins Herz, da sie eine ruhige und liebe Art hat.

Viktor, ein Autor und Gast im Hotel Auenblick, der unbedingt mit seinem neuen Roman beginnen muss, aber an einer Schreibblockade leidet. Er ist Anfang 30, hat bereits zwei Romane veröffentlicht und steht am Anfang seiner Karriere.

Laura, die beste Freundin von Julia, deren Mutter das Hotel Auenblick gehört, ist verschwunden. Nach kurzer Zeit finden Viktor, Lilly und Julia heraus, dass Laura sich anscheinend mit einem älteren Mann getroffen hat. Diesen hat sie auf einer Partnerseite im Internet kennengelernt. Die Drei begeben sich auf Spurensuche, um herauszufinden, was mit Laura geschehen ist.

Liebesteufel ist ein Debüt, das sich sehen lassen kann.

Der Schreibstil hat mir von Anfang an gefallen, aber man merkt im Laufe der Handlung deutlich, dass er sich sogar noch steigert.

Lilly konnte ich gut verstehen und auch Viktor ist mir mit der Zeit immer sympathischer geworden. Man lernt ihn erst im Laufe der Zeit kennen, anfangs wirkt er etwas kühl.

Ich konnte die Handlungen von "ER" nicht immer nachvollziehen und eine Sache ist mir bis jetzt noch zu unreal, dennoch kann ich das Buch als Jugendthriller weiterempfehlen.

Liebesteufel ist spannend, und dennoch kann man nachts noch gut schlafen. Das ist mir bei Jugendbüchern besonders wichtig. Und jüngere Leser ab 14 werden für Gefahren, die im Internet lauern können, sensibilisiert.


Fazit
Insgesamt ein gelungenes Debüt, das mir spannende Lesestunden beschert hat. Ich freue mich auf weitere Bücher von Jessica Swiecik.