Donnerstag, 24. Januar 2013

Buchrezension zu Topless Coffee von Monika Gehner

Topless CoffeeAuf einen Blick

Roman

Romantik: nein
Fantasy: nein
Erfahrung: ja
Komödie: nein
Familie: ja
Drama: ja

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse

Klappentext:
Trisomie 21, Down-Syndrom - die Diagnose ist ein Schock für Verena. Mit fast 40 ist sie im fünften Monat schwanger mit ihrem dritten Kind. Und dieses Wunschkind soll behindert sein? Unmöglich.

Bislang war doch immer alles super gelaufen für die Genfer Unternehmerin: schon mit 18 hatte sie als Au Pair drei quicklebendige Rabauken gemanagt, später eine Radiosendung in den USA moderiert, als Entwicklungshelferin das Weiße Haus herausgefordert, an der Vierten Weltfrauenkonferenz mitgewirkt. Die grenzenlosen Möglichkeiten am Schopf packen war bislang Verenas Maxime gewesen.

Die Diagnose zeigt erste Grenzen auf. Was nun? Abtreiben oder das Kind austragen - mit allen Konsequenzen? Die schwierige Entscheidung krempelt Verenas Leben um und führt sie zu einem kompletten Neustart. Ein Mann mit magischen Händen hilft ihr dabei.

Lesegrund:
Mich hat das Thema Abtreibung gereizt – für mich selbst würde das nie in Frage kommen, aber ich wollte die Beweggründe verstehen. Außerdem hat mich interessiert, wie Verena mit der Situation umgeht.

Cover:
Auf den ersten Blick konnte ich keine Gemeinsamkeiten zwischen dem Buchcover und dem Klappentext feststellen. Jedoch verbinde ich das Cover mit Einsamkeit, denn es ist nur ein leeres Café zu sehen, keine Menschen. Außerdem sticht der pinke Stuhl sofort ins Auge, er ist anders.

Fazit:
Topless Coffee ist ein sehr emotionales Buch. Die Protagonistin Verena erfährt, dass ihr ungeborenes Kind behindert ist. Für sie bricht eine Welt zusammen, denn es ist ein Wunschkind. Verena hat bereits zwei gesunde Kinder. Verena hat kaum eine Möglichkeit nachzudenken, man hat das Gefühl, dass sie keine Beratung von den Ärzten erhält. Die Mediziner gehen davon aus, dass Verena das Kind abtreibt.

Meiner Meinung nach hat sie der Abtreibung zu schnell zugestimmt, ohne an die Konsequenzen zu denken. Erst während der Abtreibung denkt Verena nach, frägt beispielsweise die Krankenschwester, wie ihr Kind sterben wird. Nach der Abtreibung stürzt sie in ein tiefes Loch, ohne dies zunächst zu bemerken.

Wie sie die Zeit danach erlebt, wie sich das Verhältnis zur Familie entwickelt und wie sie die Trauer letztendlich bewältigen muss wird gefühlvoll von der Autorin beschrieben.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Das Buch ist sicherlich anders und keine Urlaubslektüre, da es um ein ernstes Thema geht. Dennoch wurden viele traurige Stellen abgeschwächt durch Rückblicke, in denen wir eine Verena vor ihrer Ehe kennenlernen. Durch diese Rückblicke versteht man viele Entscheidungen besser, denn letztendlich wird jeder von seiner Lebenserfahrung geprägt.



Topless Coffee von Monika Gehner
Taschenbuch: 240 Seiten
Erscheinung: 01. August 2012
Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-2970080602
empfohlener Verkaufspreis: 16,90€ [D]
Leseprobe

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