Dienstag, 8. Januar 2013

Buchrezension zu Die Stadt des roten Todes – Das Mädchen mit der Maske von Bethany Griffin

Die Stadt des roten Todes Band 1Auf einen Blick

Jugendbuch
Dystopie

Romantik: ein wenig
Dystopie: ja
Spannung: ja
Abenteuer: ja
Komödie: nein
Familie: ein wenig

Band 1 von 2

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse

Eine Seuche ist ausgebrochen und hat die Bevölkerung einer Stadt in zwei Schichten geteilt. Die Reichen, die in der Oberstadt wohnen und sich eine Maske leisten können, die vor der Krankheit bewahrt. Und die Armen aus der Unterstadt, die sich oftmals keine Maske leisten können und der Seuche hilflos ausgesetzt sind.

Die Stadt ist von der Außenwelt abgeschnitten, man weiß nicht, ob es weitere Überlebende auf der Welt gibt. Als Fortbewegungsmittel besitzen sehr wenige Menschen eine Dampfkutsche. Alle Pferde sind der Seuche zum Opfer gefallen und so hat ein Wissenschaftler die Dampfkutsche entwickelt. Jedoch bestimmt der eigenartige Herrscher Prinz Prospero, wer so eine Kutsche besitzen darf.

Araby, die Tochter des Erfinders der Masken, besitzt natürlich eine Maske. Doch sie trägt ein schweres Schicksal, denn sie besaß die erste Maske, die für ihren Zwillingsbruder bestimmt war. Ihr Bruder starb an der Seuche und Araby kann sich nicht verzeihen, dass sie überlebt hat.

Um wenigstens für ein paar Stunden die Schmerzen zu vergessen geht sie immer wieder mit ihrer Freundin in den Debauchery Club. Hier lernt sie den verführerischen William kennen, der dort arbeitet und in den Araby sich verliebt. Doch er ist nicht der Einzige, der um Araby kämpft. Auch Elliot, der die Stadt von der Herrschaft Prinz Prosperos befreien will, wirbt um Araby.

Lesegrund:
Das Cover ist mir sofort ins Auge gestochen, woraufhin ich mir den Klappentext durchgelesen habe. Mich hat vor allem der Satz "Wenn alles um dich herum in Trümmern liegt - wofür lohnt es sich zu leben?" nachdenklich und zugleich neugierig auf das Buch gemacht.

Cover:
Ein Cover, von dem man nicht genug bekommt. Ich könnte es stundenlang ansehen. Wunderschön, in schwarz und rot gehalten. Das Mädchen hat ein tolles Tattoo auf dem Rücken. Ich kann hier zwar keinen Zusammenhang zum Buch erkennen, aber das Tattoo ist dennoch ein echter Hingucker.

Fazit:
Eine spannende Dystopie, Liebe in einer hoffnungslosen Zeit und eine Welt, in der man niemandem vertrauen sollte.

Die Stadt des roten Todes hört sich schon düster an, und das Buch ist auch sehr düster. Es ist eine Welt ohne Hoffnung, jeder hat Angst an der schlimmen Seuche zu sterben. Es gibt zwar Menschen, die lange mit der Krankheit leben, aber dieses Leben ist furchtbar. Aus Angst vor der Ansteckung werden Infizierte oft getötet.

Die Stadt liegt in Trümmern, es gibt kaum noch Läden, die geöffnet sind. Der Großteil der Bevölkerung ist arm, jeder muss sehen, wie er mit dem wenigen Geld auskommt. Von einem geringen Einkommen kann man sich kaum eine Maske zusammensparen, geschweige denn Masken für die ganze Familie.

Es gibt eine kleine Oberschicht, die zwar zu essen hat, dennoch ist die Umwelt zerstört. Ruinen säumen das Stadtbild, es gibt Aufstände, Leichenkarren fahren ihre täglichen Runden, um die toten Menschen zu entsorgen.

In dieser trostlosen Welt lebt auch Araby. Ihr Verhalten kann ich nicht immer nachvollziehen, sie bestraft sich für den Tod ihres Bruders. Dennoch wurde sie mir während der Handlung immer sympathischer. Araby verliebt sich in Will und auch Elliot bringt ihre Gefühlswelt ins Wanken.

Eigentlich bin ich der Meinung, dass diese Dreiecksbeziehungen bereits viel zu sehr ausgereizt sind, aber hier kann ich gut nachvollziehen, dass Araby sich nicht entscheiden kann. Denn man weiß nicht, wem man überhaupt noch vertrauen kann. Beide machen auf ihre Weise einen vertrauensvollen Eindruck, dennoch gerät dieses Vertrauen immer wieder ins Wanken und selbst ich weiß nicht, für wen Araby sich entscheiden soll. Normalerweise hat man ja immer eine Tendenz, aber diese hat sich während dem Buch immer wieder geändert, was es zusätzlich spannend macht.

Es geht aber nicht nur um diese Liebesgeschichte. Elliot möchte die Stadt von seinem verrückten Onkel Prinz Prosperos befreien. Und auch ein weiterer Kandidat taucht auf, der einen Aufstand anzetteln will. Wie die Figuren miteinander verbunden sind werde ich nicht verraten, aber ich war sehr erstaunt über die Zusammenhänge.

Ich kann den nächsten (und leider schon letzten) Band jedenfalls kaum erwarten.


Die Stadt des roten Todes – Das Mädchen mit der Maske
von Bethany Griffin
Taschenbuch: 352 Seiten
Erscheinung: 19. November 2012
Verlag: Goldmann Verlag
ISBN: 978-3442478194
empfohlener Verkaufspreis: 12,99€ [D]
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