Montag, 28. Januar 2013

Buchrezension zu Die Selbstvergessenen von Anna Palm

Die SelbstvergessenenAuf einen Blick
Jugendbuch
Thriller

Romantik: ein wenig
Dystopie: nein
Spannung: ja
Abenteuer: ja
Komödie: nein
Familie: ein wenig

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse

Sofia Wilden macht ihrem Namen alle Ehre – sie ist wild, hat eine große Klappe und auch wenn sie es nur gut meint gerät sie oft in Schwierigkeiten. Als die 16jährige im Unterricht ihre Zwillingsschwester Mila verteidigen will geht sie mal wieder einen Schritt zu weit, weswegen ihre Mutter keinen anderen Ausweg mehr sieht als Sofia in einem Internat für Problemkinder anzumelden.
Natürlich ist Sofia nicht begeistert davon, schließlich wird sie aus ihrem Umfeld gerissen und auch von ihrer Schwester getrennt. Im Internat angekommen merkt sie schnell, dass sie hier fehl am Platz ist. Alle Schüler scheinen hochintelligent, wunderschön und keiner beachtet Sofia.
Sofia kann nicht glauben, dass an der Schule nur Problemkinder sind, denn diese Schüler sind alle perfekt. Ihre Bewegungen sind fließend und niemand macht Fehler. Sofia ist entschlossen, das Geheimnis der Perfektion zu lüften und macht hierbei schreckliche Entdeckungen.
Lesegrund:
Ich mag Bücher, die in Internaten spielen. Deswegen ist mir das Buch sofort aufgefallen. Außerdem fand ich die Inhaltsbeschreibung spannend, denn ich hatte aufgrund der Beschreibung der Schüler an einen Fantasyroman gedacht, aber es ist ein Thriller.

Cover:
Auch das Cover hat mich an einen Fantasyroman erinnert, vor allem das Mädchen mit den merkwürdigen Augen. Rechts unten sehen wir das Internat.
Fazit:
Ein spannendes Jugendbuch zum Miträtseln und Nachdenken.
Mein erster Eindruck war, dass die Protagonistin Sofia gewöhnungsbedürftig ist. Ich konnte mich nicht sofort mit ihr anfreunden. Sie ist schnell aufbrausend und wird ebenso schnell gewalttätig. Auch wenn Sie das selbst gar nicht wahrnimmt, denn eigentlich will sie nur die Schwachen beschützen.
Schnell konnte ich mich dann aber in Sofia hineinversetzen, vor allem der flüssige und umgangssprachliche Schreibstil haben mir hierbei geholfen.
Im Internat angekommen wird Sofia von ihren Mitschülern nicht beachtet. Alles wirkt einstudiert, die Schüler wirken wie perfekte Kinder und nicht wie Straftäter. Alle sehen wunderschön aus und beachten Sofia nicht einmal, als sie ihr Tablett in der Cafeteria versehentlich auf den Boden wirft.
In den ersten Tagen lernt Sofia zwei andere Neuankömmlinge kennen, die sich normal verhalten. Doch auch diese verändern sich und spätestens an dieser Stelle merkt man, dass dieses Internat ein Geheimnis umgibt.
Spannend und mitreißend fiebert man diesem Geheimnis entgegen, ich konnte das Buch am Ende nicht mehr aus der Hand legen. Schließlich will man wissen, ob man mit seinen Vermutungen richtig liegt. Und trotzdem denke ich, dass niemand das Ende vorhersehen kann.
Besonders interessant wurde es, als Anna eines nachts Sam kennenlernt. Sam hat Schlafstörungen, er wacht mitten in der Nacht auf und kann sich an nichts erinnern, was tagsüber passiert. Doch Sofia kennt Sam, tagsüber heißt er Samuel und verhält sich wie eine andere Person.
Eine klare Kaufempfehlung für alle Fans von Jugendbüchern. Ich selbst lese kaum Thriller, aber dieses Buch hat mich überzeugt.

Die Selbstvergessenen
von Anna Palm
Hardcover: 265 Seiten
Erscheinung: 01. Mai 2012
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
ISBN: 978-3862651382
empfohlener Verkaufspreis: 12,95€ [D]
Leseprobe

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