Montag, 28. Januar 2013

Buchrezension zu Die Selbstvergessenen von Anna Palm

Die SelbstvergessenenAuf einen Blick
Jugendbuch
Thriller

Romantik: ein wenig
Dystopie: nein
Spannung: ja
Abenteuer: ja
Komödie: nein
Familie: ein wenig

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse

Sofia Wilden macht ihrem Namen alle Ehre – sie ist wild, hat eine große Klappe und auch wenn sie es nur gut meint gerät sie oft in Schwierigkeiten. Als die 16jährige im Unterricht ihre Zwillingsschwester Mila verteidigen will geht sie mal wieder einen Schritt zu weit, weswegen ihre Mutter keinen anderen Ausweg mehr sieht als Sofia in einem Internat für Problemkinder anzumelden.
Natürlich ist Sofia nicht begeistert davon, schließlich wird sie aus ihrem Umfeld gerissen und auch von ihrer Schwester getrennt. Im Internat angekommen merkt sie schnell, dass sie hier fehl am Platz ist. Alle Schüler scheinen hochintelligent, wunderschön und keiner beachtet Sofia.
Sofia kann nicht glauben, dass an der Schule nur Problemkinder sind, denn diese Schüler sind alle perfekt. Ihre Bewegungen sind fließend und niemand macht Fehler. Sofia ist entschlossen, das Geheimnis der Perfektion zu lüften und macht hierbei schreckliche Entdeckungen.
Lesegrund:
Ich mag Bücher, die in Internaten spielen. Deswegen ist mir das Buch sofort aufgefallen. Außerdem fand ich die Inhaltsbeschreibung spannend, denn ich hatte aufgrund der Beschreibung der Schüler an einen Fantasyroman gedacht, aber es ist ein Thriller.

Cover:
Auch das Cover hat mich an einen Fantasyroman erinnert, vor allem das Mädchen mit den merkwürdigen Augen. Rechts unten sehen wir das Internat.
Fazit:
Ein spannendes Jugendbuch zum Miträtseln und Nachdenken.
Mein erster Eindruck war, dass die Protagonistin Sofia gewöhnungsbedürftig ist. Ich konnte mich nicht sofort mit ihr anfreunden. Sie ist schnell aufbrausend und wird ebenso schnell gewalttätig. Auch wenn Sie das selbst gar nicht wahrnimmt, denn eigentlich will sie nur die Schwachen beschützen.
Schnell konnte ich mich dann aber in Sofia hineinversetzen, vor allem der flüssige und umgangssprachliche Schreibstil haben mir hierbei geholfen.
Im Internat angekommen wird Sofia von ihren Mitschülern nicht beachtet. Alles wirkt einstudiert, die Schüler wirken wie perfekte Kinder und nicht wie Straftäter. Alle sehen wunderschön aus und beachten Sofia nicht einmal, als sie ihr Tablett in der Cafeteria versehentlich auf den Boden wirft.
In den ersten Tagen lernt Sofia zwei andere Neuankömmlinge kennen, die sich normal verhalten. Doch auch diese verändern sich und spätestens an dieser Stelle merkt man, dass dieses Internat ein Geheimnis umgibt.
Spannend und mitreißend fiebert man diesem Geheimnis entgegen, ich konnte das Buch am Ende nicht mehr aus der Hand legen. Schließlich will man wissen, ob man mit seinen Vermutungen richtig liegt. Und trotzdem denke ich, dass niemand das Ende vorhersehen kann.
Besonders interessant wurde es, als Anna eines nachts Sam kennenlernt. Sam hat Schlafstörungen, er wacht mitten in der Nacht auf und kann sich an nichts erinnern, was tagsüber passiert. Doch Sofia kennt Sam, tagsüber heißt er Samuel und verhält sich wie eine andere Person.
Eine klare Kaufempfehlung für alle Fans von Jugendbüchern. Ich selbst lese kaum Thriller, aber dieses Buch hat mich überzeugt.

Die Selbstvergessenen
von Anna Palm
Hardcover: 265 Seiten
Erscheinung: 01. Mai 2012
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
ISBN: 978-3862651382
empfohlener Verkaufspreis: 12,95€ [D]
Leseprobe

Donnerstag, 24. Januar 2013

Buchrezension zu Topless Coffee von Monika Gehner

Topless CoffeeAuf einen Blick

Roman

Romantik: nein
Fantasy: nein
Erfahrung: ja
Komödie: nein
Familie: ja
Drama: ja

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse

Klappentext:
Trisomie 21, Down-Syndrom - die Diagnose ist ein Schock für Verena. Mit fast 40 ist sie im fünften Monat schwanger mit ihrem dritten Kind. Und dieses Wunschkind soll behindert sein? Unmöglich.

Bislang war doch immer alles super gelaufen für die Genfer Unternehmerin: schon mit 18 hatte sie als Au Pair drei quicklebendige Rabauken gemanagt, später eine Radiosendung in den USA moderiert, als Entwicklungshelferin das Weiße Haus herausgefordert, an der Vierten Weltfrauenkonferenz mitgewirkt. Die grenzenlosen Möglichkeiten am Schopf packen war bislang Verenas Maxime gewesen.

Die Diagnose zeigt erste Grenzen auf. Was nun? Abtreiben oder das Kind austragen - mit allen Konsequenzen? Die schwierige Entscheidung krempelt Verenas Leben um und führt sie zu einem kompletten Neustart. Ein Mann mit magischen Händen hilft ihr dabei.

Lesegrund:
Mich hat das Thema Abtreibung gereizt – für mich selbst würde das nie in Frage kommen, aber ich wollte die Beweggründe verstehen. Außerdem hat mich interessiert, wie Verena mit der Situation umgeht.

Cover:
Auf den ersten Blick konnte ich keine Gemeinsamkeiten zwischen dem Buchcover und dem Klappentext feststellen. Jedoch verbinde ich das Cover mit Einsamkeit, denn es ist nur ein leeres Café zu sehen, keine Menschen. Außerdem sticht der pinke Stuhl sofort ins Auge, er ist anders.

Fazit:
Topless Coffee ist ein sehr emotionales Buch. Die Protagonistin Verena erfährt, dass ihr ungeborenes Kind behindert ist. Für sie bricht eine Welt zusammen, denn es ist ein Wunschkind. Verena hat bereits zwei gesunde Kinder. Verena hat kaum eine Möglichkeit nachzudenken, man hat das Gefühl, dass sie keine Beratung von den Ärzten erhält. Die Mediziner gehen davon aus, dass Verena das Kind abtreibt.

Meiner Meinung nach hat sie der Abtreibung zu schnell zugestimmt, ohne an die Konsequenzen zu denken. Erst während der Abtreibung denkt Verena nach, frägt beispielsweise die Krankenschwester, wie ihr Kind sterben wird. Nach der Abtreibung stürzt sie in ein tiefes Loch, ohne dies zunächst zu bemerken.

Wie sie die Zeit danach erlebt, wie sich das Verhältnis zur Familie entwickelt und wie sie die Trauer letztendlich bewältigen muss wird gefühlvoll von der Autorin beschrieben.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Das Buch ist sicherlich anders und keine Urlaubslektüre, da es um ein ernstes Thema geht. Dennoch wurden viele traurige Stellen abgeschwächt durch Rückblicke, in denen wir eine Verena vor ihrer Ehe kennenlernen. Durch diese Rückblicke versteht man viele Entscheidungen besser, denn letztendlich wird jeder von seiner Lebenserfahrung geprägt.



Topless Coffee von Monika Gehner
Taschenbuch: 240 Seiten
Erscheinung: 01. August 2012
Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-2970080602
empfohlener Verkaufspreis: 16,90€ [D]
Leseprobe

Montag, 21. Januar 2013

Buchrezension zu Saving Phoenix – Die Macht der Seelen 2 von Joss Stirling

Saving PhoenixAuf einen Blick

Jugendbuch
Fantasy

Romantik: ja
Fantasy: ja
Spannung: ja
Abenteuer: ja
Komödie: ein wenig
Familie: ein wenig

Band 2

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse


Phoenix lebt in London, zusammen mit einer Gruppe von Savants. Die Savants werden von dem Seher angeführt, der die Gruppe täglich kontrolliert. Jeder muss seine Gabe für kriminelle Machenschaften einsetzen, so auch Phoenix. Ihre Gabe: sie kann das Zeitempfinden in menschlichen Gehirnen kontrollieren und somit Menschen bestehlen, ohne dass diese es merken.

Als sie den Auftrag bekommt einen bestimmten Studenten zu bestehlen, gehen die gestohlenen Sachen in Flammen auf. Phoenix wird nervös, denn sie spürte, dass der Student sich zwar nicht wehren kann, aber weiß, dass sie ihre Fähigkeiten einsetzt. Bei einem erneuten Versuch kann sich der Student wehren und Phoenix stellen. Der Student ist Yves Benedict und er ist der Seelenspielgel von Phoenix. Gemeinsam mit seiner Familie will er Phoenix befreien, doch das stellt sich als äußerst gefährlich heraus.

Lesegrund:
Saving Phoenix ist der Folgeband von Finding Sky. Obwohl ich Finding Sky nur als ein durchschnittliches Buch empfand wollte ich wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Cover:
Wie bereits Finding Sky ist auch dieses Cover wieder wunderschön. Besonders das Papier, das perlmuttfarben schimmert, ist ein echter Hingucker. Auch die Haptik ist durch die Struktur sehr schön.

Fazit:
Saving Phoenix ist von Anfang an spannend. Phoenix muss stehlen, um weiter in der Gemeinschaft der Savants zu leben. Sie kennt nur dieses Leben, da sie in der Gruppe geboren wurde. Ihre Mutter ist verstorben und so sind diese Savants die einzigen Kontaktpersonen.

Als Phoenix herausfindet, dass es auch gute Savants gibt, die ihre Fähigkeiten nicht für kriminelle Machenschaften einsetzen, ist sie erleichtert.

Bereits am Anfang lernt Phoenix ihren Seelenspiegel Yves Benedict kennen. Wer Finding Sky gelesen hat, kennt bereits die sympathischen Benedict Brüder. Um Phoenix zu befreien reist die ganze Familie nach London.

Es gibt auch ein Wiedersehen mit Zed und Sky, was mich sehr gefreut hat. Als jedoch Sky auftauchte habe ich mich sehr schwer getan mit dem Schreibstil, der in der Ich-Form geschrieben ist. Ich musste mich desöfteren daran erinnern, dass das Buch aus der Sicht von Phoenix und nicht von Sky geschrieben ist.

Insgesamt hat mir Saving Phoenix besser gefallen als Finding Sky - es ist spannender und macht Lust auf den nächsten Band - Calling Crystal, der voraussichtlich im Mai 2013 erscheint.

Saving Phoenix - Die Macht der Seelen 2 von Joss Stirling
Hardcover: 384 Seiten
Erscheinung: November 2012
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-76062-1
empfohlener Verkaufspreis: 16,95 [D]
Leseprobe

Buchrezension zu Begraben unter Gänseblümchen von Mirjam Dreer

Begraben unter GänseblümchenAuf einen Blick

Anthologie

Romantik: nein
Fantasy: nein
Spannung: nein
Abenteuer: nein
Komödie: nein
Familie: ein wenig

Bewertung:
2 von 5 Tintenkleckse



Mirjam Dreer rechnet in ihrem Buch mit der Liebe ab: hier gibt es keine heile Welt, rosa Brillen oder Wolke 7. Schonungslos werden Kurzgeschichten erzählt, in denen man sich nicht verliebt, sondern in denen die Protagonisten an Herzschmerz leiden.

Lesegrund:
Ab und zu lese ich gerne Kurzgeschichten. Man kann sie immer mal wieder nebenbei lesen, wenn es die Zeit erlaubt. Hier fand ich die Idee toll, dass jedem Kapitel ein Song zugewiesen wurde. Außerdem verspricht das Buch eine interessante Thematik: keine rosa Wolken, sondern die Schattenseiten der Liebe.

Cover:
Passend zum Titel. Der Sarg ist etwas makaber, aber er fällt auf. Ich bin mir sicher, dass ich dieses Buch in einer Buchhandlung näher betrachtet hätte.

Fazit:
Leider hat das Buch so gar nicht meinen Geschmack getroffen.

Das beginnt bereits mit dem Schreibstil. Die Sätze sind oft sehr verschachtelt und dadurch wirken die Protagonisten auf mich sehr gelangweilt.

Von den Kurzgeschichten habe ich mir mehr Abwechslung versprochen. Es geht oftmals nur um Protagonisten, die sich auf ein Abenteuer oder eine Affäre einlassen, One-Night-Stands und meistens ist mindestens einer der Protagonisten alkoholisiert oder steht unter Drogen.

Eine Kurzgeschichte ist hier herausgestochen, in Track 2 ist die Protagonistin eine Stalkerin, die sich selbst aber nicht so wahrnimmt und ihr Verhalten verharmlost.

Das war leider eine der wenigen Geschichten, die anders waren. Am Besten gefallen hat mir die letzte Kurzgeschichte, die von einer Freundschaft handelt, bei der die beiden Freunde sich leider zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt ineinander verlieben.

Dabei ist der Grundgedanke der Anthologie wirklich gut. Schade, dass hier nicht mit mehreren Themen gearbeitet wurde.


Begraben unter Gänseblümchen von Mirjam Dreer
Taschenbuch: 155 Seiten
Erscheinung: 17. Juli 2011
Verlag: Unsichtbar Verlag
ISBN: 978-3942920025
empfohlener Verkaufspreis: 9,99€ [D]

Dienstag, 8. Januar 2013

Buchrezension zu Die Stadt des roten Todes – Das Mädchen mit der Maske von Bethany Griffin

Die Stadt des roten Todes Band 1Auf einen Blick

Jugendbuch
Dystopie

Romantik: ein wenig
Dystopie: ja
Spannung: ja
Abenteuer: ja
Komödie: nein
Familie: ein wenig

Band 1 von 2

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse

Eine Seuche ist ausgebrochen und hat die Bevölkerung einer Stadt in zwei Schichten geteilt. Die Reichen, die in der Oberstadt wohnen und sich eine Maske leisten können, die vor der Krankheit bewahrt. Und die Armen aus der Unterstadt, die sich oftmals keine Maske leisten können und der Seuche hilflos ausgesetzt sind.

Die Stadt ist von der Außenwelt abgeschnitten, man weiß nicht, ob es weitere Überlebende auf der Welt gibt. Als Fortbewegungsmittel besitzen sehr wenige Menschen eine Dampfkutsche. Alle Pferde sind der Seuche zum Opfer gefallen und so hat ein Wissenschaftler die Dampfkutsche entwickelt. Jedoch bestimmt der eigenartige Herrscher Prinz Prospero, wer so eine Kutsche besitzen darf.

Araby, die Tochter des Erfinders der Masken, besitzt natürlich eine Maske. Doch sie trägt ein schweres Schicksal, denn sie besaß die erste Maske, die für ihren Zwillingsbruder bestimmt war. Ihr Bruder starb an der Seuche und Araby kann sich nicht verzeihen, dass sie überlebt hat.

Um wenigstens für ein paar Stunden die Schmerzen zu vergessen geht sie immer wieder mit ihrer Freundin in den Debauchery Club. Hier lernt sie den verführerischen William kennen, der dort arbeitet und in den Araby sich verliebt. Doch er ist nicht der Einzige, der um Araby kämpft. Auch Elliot, der die Stadt von der Herrschaft Prinz Prosperos befreien will, wirbt um Araby.

Lesegrund:
Das Cover ist mir sofort ins Auge gestochen, woraufhin ich mir den Klappentext durchgelesen habe. Mich hat vor allem der Satz "Wenn alles um dich herum in Trümmern liegt - wofür lohnt es sich zu leben?" nachdenklich und zugleich neugierig auf das Buch gemacht.

Cover:
Ein Cover, von dem man nicht genug bekommt. Ich könnte es stundenlang ansehen. Wunderschön, in schwarz und rot gehalten. Das Mädchen hat ein tolles Tattoo auf dem Rücken. Ich kann hier zwar keinen Zusammenhang zum Buch erkennen, aber das Tattoo ist dennoch ein echter Hingucker.

Fazit:
Eine spannende Dystopie, Liebe in einer hoffnungslosen Zeit und eine Welt, in der man niemandem vertrauen sollte.

Die Stadt des roten Todes hört sich schon düster an, und das Buch ist auch sehr düster. Es ist eine Welt ohne Hoffnung, jeder hat Angst an der schlimmen Seuche zu sterben. Es gibt zwar Menschen, die lange mit der Krankheit leben, aber dieses Leben ist furchtbar. Aus Angst vor der Ansteckung werden Infizierte oft getötet.

Die Stadt liegt in Trümmern, es gibt kaum noch Läden, die geöffnet sind. Der Großteil der Bevölkerung ist arm, jeder muss sehen, wie er mit dem wenigen Geld auskommt. Von einem geringen Einkommen kann man sich kaum eine Maske zusammensparen, geschweige denn Masken für die ganze Familie.

Es gibt eine kleine Oberschicht, die zwar zu essen hat, dennoch ist die Umwelt zerstört. Ruinen säumen das Stadtbild, es gibt Aufstände, Leichenkarren fahren ihre täglichen Runden, um die toten Menschen zu entsorgen.

In dieser trostlosen Welt lebt auch Araby. Ihr Verhalten kann ich nicht immer nachvollziehen, sie bestraft sich für den Tod ihres Bruders. Dennoch wurde sie mir während der Handlung immer sympathischer. Araby verliebt sich in Will und auch Elliot bringt ihre Gefühlswelt ins Wanken.

Eigentlich bin ich der Meinung, dass diese Dreiecksbeziehungen bereits viel zu sehr ausgereizt sind, aber hier kann ich gut nachvollziehen, dass Araby sich nicht entscheiden kann. Denn man weiß nicht, wem man überhaupt noch vertrauen kann. Beide machen auf ihre Weise einen vertrauensvollen Eindruck, dennoch gerät dieses Vertrauen immer wieder ins Wanken und selbst ich weiß nicht, für wen Araby sich entscheiden soll. Normalerweise hat man ja immer eine Tendenz, aber diese hat sich während dem Buch immer wieder geändert, was es zusätzlich spannend macht.

Es geht aber nicht nur um diese Liebesgeschichte. Elliot möchte die Stadt von seinem verrückten Onkel Prinz Prosperos befreien. Und auch ein weiterer Kandidat taucht auf, der einen Aufstand anzetteln will. Wie die Figuren miteinander verbunden sind werde ich nicht verraten, aber ich war sehr erstaunt über die Zusammenhänge.

Ich kann den nächsten (und leider schon letzten) Band jedenfalls kaum erwarten.


Die Stadt des roten Todes – Das Mädchen mit der Maske
von Bethany Griffin
Taschenbuch: 352 Seiten
Erscheinung: 19. November 2012
Verlag: Goldmann Verlag
ISBN: 978-3442478194
empfohlener Verkaufspreis: 12,99€ [D]
Leseprobe

Sonntag, 6. Januar 2013

Buchrezension zu George Clooney, Tante Renate und ich von Fanny Wagner

1Auf einen Blick

Roman
Frauen, Chick-lit, Humor

Romantik: ein wenig
Fantasy: nein
Humor: ja
Familie: ein wenig

Bewertung:
4 von 5 Tintenkleckse


Eva hat ständig Pech in der Liebe, sie wird von den Männern oft ausgenutzt. Ausweinen kann sie sich bei ihren beiden Freundinnen Antonia und Bettina, mit denen sie in einer WG lebt.

Bettina ist erst vor kurzem in der WG eingezogen, was ihren ehemaligen Mitbewohner sehr verärgert hat. Nun will er Bettina das Leben schwer machen.

Antonia kann sich nicht auf Männer einlassen, sobald eine Beziehung ernst wird beendet sie diese. So haben alle drei Mädels mit Problemen zu kämpfen.

Als dann noch Evas Tante Renate in die Mädels-WG einzieht ist das Chaos perfekt: denn Renate entdeckt, dass man im Internet wunderbar Männer kennenlernen kann.

Lesegrund:
Zuerst wurde ich auf das Buch über den Titel aufmerksam. George Clooney – na das wollte ich genau wissen. Schnell stellte sich heraus, dass es sich um einen Frauenroman handelt. Und da ich in letzter Zeit fast nur Jugendbücher gelesen habe war dieses Buch eine tolle Abwechslung.

Cover:
Ich persönlich finde das Cover nicht wirklich schön, aber durch die grellen Farben wird man in der Buchhandlung sicher auf das Buch aufmerksam. Die Idee des Wetterhäuschens ist außergewöhnlich und gefällt mir. Rechts sieht man die verliebte Tante Renate und links die Protagonistin Eva, bei der es Gewitterwolken in der Liebe gibt. Beim zweiten Hinsehen erkennt man im oberen Teil Blumen, denen man auch an jedem Kapitelanfang im Buch begegnet, was mir sehr gut gefällt.

Fazit:
Ein facettenreiches Buch, das ich so nicht erwartet habe.

Die Charaktere sind alle so liebevoll beschrieben, dass man das Gefühl hat, sie schon ewig zu kennen. Eva ist selbständig. Sie übersetzt Bücher und kann deswegen von zu Hause aus arbeiten. Nachdem sie herausgefunden hat, dass ihr derzeitiger Freund sie wieder nur ausnutzt (er ist Illustrator und wollte über Eva neue Kontakte in der Verlagsbranche knüpfen) trifft sie die Entscheidung, nach einer Bürogemeinschaft zu suchen. Mit Hilfe der WG-Mädels werden Nägel mit Köpfen gemacht und sie bewirbt sich bei einer Bürogemeinschaft in Nähe der Wohnung. Diese Bürogemeinschaft stellt sich als ein wahrer Glücksgriff heraus. Das Team ist nett und Eva wird dort gut aufgenommen.

Das ist auch das Einzige, was ich an dem Buch zu bemängeln habe: alles scheint für Eva perfekt zu laufen, schnell hat sie die Bürogemeinschaft gefunden und auch in der Liebe muss sie nicht lange warten: kurz nachdem sie mit ihrem aktuellen Freund Schluss gemacht hat begegnet ihr im Treppenhaus ein wahrer Traummann, der George Clooney ähnlich sieht und noch dazu in Evas Alter ist.

Insgesamt hat mich das Buch wirklich gut unterhalten, es gibt einige Stellen, an denen ich sehr viel gelacht habe. Außerdem hatte ich mit einem ganz normalen Frauenroman gerechnet. Aber das Buch ist nicht nur humorvoll, es werden auch kriminelle Machenschaften aufgedeckt. Wer Lust auf einen richtig lustigen Roman hat, in dem es sogar noch spannend wird, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Von der Autorin Fanny Wagner habe ich bislang noch kein Buch gelesen. "Fanny Wagner" heißt im wahren Leben Hermien Stellmacher und hat bereits zahlreiche Kinderbücher illustriert und geschrieben. "George Clooney, Tante Renate und ich" ist ihr erster Frauenroman. Wir dürfen uns bereits auf ihren nächsten Roman "Garantiert wechselhaft" freuen, den sie zusammen mit Carolin Birk geschrieben hat und im Mai 2013 erscheinen wird.


George Clooney, Tante Renate und ich von Fanny Wagner
Taschenbuch: 288 Seiten
Erscheinung: 01. Dezember 2012
Verlag: rororo
ISBN: 978-3499259326
empfohlener Verkaufspreis: 9,99€ [D]
Leseprobe


Mittwoch, 2. Januar 2013

Buchrezension zu Winterkind von Lilach Mer

WinterkindAuf einen Blick

Roman

Buchreihe
„Die grüne Fee“

Romantik: ein wenig
Fantasy: nein
Spannung: ja
Abenteuer: ja
Komödie: nein
Familie: ja

Bewertung:
5 von 5 Tintenkleckse


Blanka von Rapp lebt mit ihrer kleinen Tochter Johanna und ihrem Mann Johann in einem kleinen Dorf in Niedersachsen. Blankas Mann gehört die Glasfabrik, die viele Mitarbeiter beschäftigt. Die Familie lebt in einem wunderschönen Haus mit Dienstpersonal. Hierzu gehört auch die Gouvernante Sophie, die sich liebevoll um Johanna kümmert.

Es ist Winter, alles ist schneebedeckt, als Johann und Johanna von der Beerdigung Blankas Mutter zurückkehren. Blanka selbst ist zu Hause geblieben, denn Blanka hat Angst das Haus zu verlassen. Schon von weitem sieht Blanka den Spiegel, der im Haus ihrer Mutter stand. Es ist das einzige Erbstück.

Die wirtschaftlichen Zeiten sind schwierig und Blankas Mann muss handeln, damit er die Arbeiter in der Glashütte bezahlen kann. Man hört Gerüchte über einen geplanten Aufstand der Arbeiter und als Blankas Mann kurz vor der monatlichen Lohnzahlung überstürzt verreist überschlagen sich die Ereignisse im Haus.

Lesegrund:
Ich lese sehr selten historische Romane, aber der Verlag bezeichnet das Buch als „Fortsetzung des Märchens Schneewittchen“. Da Schneewittchen zu meinen Lieblingsmärchen gehört wollte ich mir dieses Buch nicht entgehen lassen.

Cover:
Man erkennt bereits auf dem Foto, dass das Cover sehr schön ist. Auf mich wirkt es auch sehr romantisch. Der Spiegel und die Schrift sind mit einem Glanzlack überzogen. So kommt der Spiegel wirklich perfekt zur Geltung.

Fazit:
Obwohl ich selten historische Romane lese war ich von Anfang an von dem Buch begeistert. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Charaktere werden liebevoll beschrieben, so dass man zu jeder Person ein klares Bild vor Augen hat.

Blanka ist eine interessante und zugleich geheimnisvolle Frau. Ihre Lebensgeschichte hält einen in Atem, man möchte mehr über sie erfahren. Der große Spiegel scheint eine magische Anziehung auf Blanka zu haben, der sie sich nicht entziehen kann.

Das Buch wird perfekt abgerundet durch die Einblicke in Blankas Kindheit, die man am Ende eines jeden Kapitels bekommt.

Als Fortsetzung des Märchens Schneewittchen würde ich das Buch nicht bezeichnen. Es gibt zwar kleine Dinge, die an das Märchen erinnern, wie ein Apfel oder ein Kamm. Und natürlich auch der Spiegel, der immer wieder im Mittelpunkt steht. Dennoch habe ich mich während dem Lesen nicht an das Märchen erinnert gefühlt.

Für mich war das Buch ein richtiges Highlight, das man unbedingt lesen sollte. Es hat mich in eine bereits vergangene Winterwelt entführt, in der sich etwas Romantik und viel Drama treffen.



Winterkind von Lilach Mer
Taschenbuch: 280 Seiten
Erscheinung: September 2012
Verlag: Dryas Verlag
ISBN: 978-3-940855-36-7
empfohlener Verkaufspreis: 12,95€ [D]
Leseprobe

Dienstag, 1. Januar 2013

Anmeldung zum Gewinnspiel im Monat Januar

Zuerst möchte ich Euch allen natürlich ein glückliches und gesundes neues Jahr wünschen!

Wie bereits angekündigt starte ich in diesem Jahr mein 12 Monate / 12 Gewinner - Gewinnspiel.

Die Regeln dazu findet ihr hier.

Jeder, der auf diesen Beitrag antwortet, nimmt an der Verlosung teil.

Viel Glück!


Noch ein kleiner Tipp:

in der linken Spalte findet Ihr das Archiv. Wenn Ihr hier auf Januar 2013 klickt findet Ihr alle Rezensionen, die ich im Januar eingestellt habe. Nur diese Bücher stehen für den Gewinner zur Auswahl (falls er die jeweilige Rezension kommentiert hat).

Das Gewinnspiel wird es für jeden Monat in diesem Jahr geben, vorbeischauen lohnt sich :)