Mittwoch, 12. Dezember 2012

Buchrezension zu Cocoon – Die Lichtfängerin von Gennifer Albin

Cocoon Die LichtfängerinAuf einen Blick

Jugendbuch
Thema: Dystopie

Romantik: ja
Fantasy: ja
Spannung: ja
Abenteuer: ja
Komödie: nein
Familie: ja

Bewertung:
5 von 5 Tintenkleckse

Arras ist eine Welt, in der es keine Selbstbestimmung gibt. Die Bewohner müssen beispielsweise Anträge stellen, um ein Kind zu bekommen. Alles ist geregelt, sogar die Essensrationen. Die Bewohner sterben nicht mehr, sie werden vorher entfernt. Denn jeder Bewohner ist ein Faden im Gewebe der Welt. Diese Fäden werden von den Webjungfern bearbeitet, die in den Convents auf Arras wohnen. Die Webjungfern werden der Bevölkerung als wunderschöne Frauen vorgestellt, die sich über viele Privilegien freuen dürfen.

Adelice hat eine besondere Gabe, von der niemand erfahren sollte: sie sieht das Gewebe, das Arras umgibt. Selbst Webjungfern benötigen hierfür einen Webstuhl. Ihre Eltern wollen sie schützen, denn Webjungfern müssen jeden Kontakt zu ihrer Familie abbrechen. Doch Adelice kann ihre Gabe nicht verstecken. Sie wird als Webjungfer einberufen, denn die Gilde sucht seit langer Zeit und äußerst dringend nach jemandem mit ihren Fähigkeiten.

Cover:
Das Cover ist in hellen Farben gehalten, mir gefällt es sehr gut. Es passt zu den Webjungfern, die immer perfekt gekleidet und gestylt sind. Und auch unter dem Schutzumschlag ist das Buch nicht einfarbig, sondern weist dasselbe Muster auf wie der Hintergrund des Schutzumschlages.

Fazit:
Seit langem war ich nicht mehr so begeistert von einem Buch wie von Cocoon – Die Lichtfängerin.

Zu Beginn wird dem Leser die Welt von Arras vorgestellt, schnell ist man in der Handlung. Adelice ist eine sympathische Protagonistin und auch ihre Schwester hatte ich schnell ins Herz geschlossen. Als Adelice einberufen wird versuchen die Eltern mit der gesamten Familie zu fliehen. Dies war die einzige Szene, die für mich etwas verwirrend war. Mit der Ankunft von Adelice im Convent hat das Buch mich wieder in seinen Bann gezogen.

Die Beschreibung des Convents, die alten Gemäuer und auch die Sprache haben mich oft an das Mittelalter erinnert. Die Welt der Webjungfern ist natürlich nicht nur so glanzvoll, wie sie angepriesen wird. Besonders gut gefällt mir, dass der Leser in die Welt zusammen mit Adelice eingeführt wird.

Es gibt einige Nebencharaktere, wie beispielsweise Erik und Jost, die beide ein Auge auf Adelice geworfen haben. Oder Enora, die liebenswerte Mentorin von Adelice. Auch undurchschaubare Charaktere wie die Stickmeisterin oder die mit Adelice zusammen einberufene Pryana. Sie alle werden sehr ausführlich und facettenreich beschrieben, so dass man von jedem ein klares Bild vor Augen hat.

Insgesamt ist es ein wunderbares Jugendbuch mit einer fantastischen neuen Idee, bei dem weder Spannung, Fantasy, noch die Liebe zu kurz kommen.

Cocoon – Die Lichtfängerin ist der erste Band einer Trilogie. Leider muss man sich noch etwas gedulden, dann Band 2 erscheint voraussichtlich im Herbst 2013.

Cocoon - Die Lichtfängerin von Gennifer Albin
Hardcover: 356 Seiten
Erscheinung: 11.10.2012
Verlag: Egmont INK
ISBN: 978-3863960285
empfohlener Verkaufspreis: 17,99€ [D]
Leseprobe


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