Donnerstag, 4. Oktober 2012

Buchrezension: Lost in Seoul von Anna Ljubow

Lost in Seoul„Lost in Seoul“ handelt von einer Ehefrau, die ihrem Mann nach Seoul folgt und sich dort in der deutschen Community einzugewöhnen versucht. Schnell lernt sie andere Ehefrauen kennen, jedoch scheint es kaum jemanden dort zu geben, der dort wirklich glücklich ist.

Bereits kurz nach ihrer Ankunft beginnt sie eine Affäre mit einem Geschäftsmann. Affären, Drogen, Alkohol scheinen grundsätzlich an der Tagesordnung zu sein. Und auch die Protagonistin gerät in eine Abhängigkeit: Drogen, Alkohol und nicht zuletzt auch zu ihrer Affäre, einem Mann, der unberechenbar ist.

Das Buch ist in einem tollen Schreibstil verfasst, man spürt die Verzweiflung der Protagonistin auf jeder Seite. Die Handlung ist erschreckend, man wird mit einer Welt konfrontiert, in die sich mancher bestimmt schon geträumt hat. Eine Welt von reichen Geschäftsleuten. Doch diese Welt ist voller Schatten. Die Autorin hat selbst in Seoul gewohnt und ließ hier ihre Erlebnisse mit einfließen, die Handlung ist jedoch erfunden.

Lost in Seoul ist nichts für schwache Nerven. Es ist auch kein Buch für Menschen, die eine romantische Liebesgeschichte oder einen Reiseführer über Seoul erwarten. Viele Stellen schockieren, man ist fassungslos über den leichtfertigen Umgang mit Alkohol und Drogen. Ein Buch, das einen nachdenklich zurücklässt.

Bitte beachtet, dass die Altersempfehlung ab 16 Jahre ist.


Lost in Seoul von Anna Ljubow
Taschenbuch: 144 Seiten
Erscheinung: 30.08.2012
Verlag: epubli
ISBN: 978-3-8442-3130-4
empfohlener Verkaufspreis: 12,90 € [D]

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