Dienstag, 18. September 2012

Buchrezension: Laqua – Der Fluch der schwarzen Gondel von Nina Blazon

LaquaKristina und Jan müssen ihre Ferien bei der Großmutter in Venedig verbringen. Die alte Dame ist immer unhöflich und sichtlich nicht begeistert, dass die Geschwister, zusammen mit ihrer Tante Sara, über Weihnachten bei ihr sind. Das alte Haus am Canal Grande ist ein Hotel, das jedoch über Weihnachten geschlossen ist.

Eines Abends sieht Kristina einen dunklen Schatten am Fenster, der an der Hauswand nach oben klettert. Der Schatten hat die Gestalt eines Kindes, die Augen leuchtend wie eine Katze. Von da an häufen sich die merkwürdigen Ereignisse. Eine dunkle Gondel, von Nebel umgeben, taucht immer wieder auf. Die Großmutter scheint ein Geheimnis zu wahren. Jan und Kristina entdecken alte Familiendokumente und begeben sich auf die Spur ihrer Ahnin Violetta.

Ein Abenteuer beginnt, denn der Dunkle ist erwacht.

Fazit:
"Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel" entführt uns nach Venedig. Die Autorin Nina Blazon versteht es die Stadt für Ihre Handlung zu nutzen. Durch ihren angenehmen und bildlichen Schreibstil hat man das Gefühl, selbst durch Venedig zu spazieren, immer wachsam vor dem dunklen Dogen.

Die Geschwister Kristina und Jan haben es nicht einfach. Der Vater arbeitet viel und ist über Weihnachten in Afrika, die Mutter ist gestorben. Aufgrund eines Wasserrohrbruchs fahren die Geschwister mit ihrer Tante Sara zu ihrer Großmutter nach Venedig. Die Großmutter, "Nonna" auf Italienisch, ist sehr abweisend. Die Kinder fühlen sich dort nicht willkommen, zudem scheint es dort zu spuken. Was sich abenteuerlich anhört, stellt sich als sehr gefährlich heraus.


Das Buch wird mit Sicherheit nicht langweilig, denn immer wieder wird Spannung aufgebaut. Kaum hat man sich von einem Abenteuer erholt, wartet schon die nächste Gefahr. Deswegen fliegen die Seiten nur so dahin.

Unterstützung bekommen die sympathischen Geschwister von Luca Pezzi und seiner Cousine Pippa. Die Familie Pezzi hatte ich schnell ins Herz geschlossen, woran man sieht, dass hier viel Wert auf Details gelegt wird. Alle Nebencharaktere sind ausgiebig beschrieben, so dass sie in Erinnerung bleiben.

Ein Abenteuer in Venedig, spannend geschrieben auch für Erwachsene.

Ich war sehr überrascht, denn die Altersempfehlung ist für 10 – 12jährige.


Ich empfehle das Buch allen, die gerne Jugendromane lesen.


Eher untypisch und gerade deswegen erfrischend finde ich, dass Laqua nicht als Trilogie gedacht ist. Eine spannende
und berührende Geschichte, von der man nicht möchte, dass sie endet.



Laqua von Nina Blazon
Hardcover: 384 Seiten
Erscheinung: 27.08.2012
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-15475-5
empfohlener Verkaufspreis: 16,99 € [D]
Leseprobe

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