Sonntag, 26. August 2012

Buchrezension: The Indian Secret von Oliver Drewes

The indian secretIst unser Leben bereits vorbestimmt? "The Indian Secret" befasst mit genau dieser Frage, die uns immer wieder beschäftigt. Gibt es das Schicksal, haben wir überhaupt einen freien Willen? Oder bestimmt jeder selbst, wie sein Leben verläuft?

Der Autor Oliver Drewes nimmt uns in seinem Werk mit auf die Reise nach Indien, Sri Lanka und Bali. Begleitet von einem Spezialisten für Körpersprache, besucht er verschiedene Schicksals- und Palmblattbibliotheken. In diesen Bibliotheken ist angeblich das Schicksals jedes Menschen erfasst, der im Laufe seines Lebens zu dieser Bibliothek kommt.

Über dies hinaus erfahren wir auch viel über die Reiserouten und praktische Tipps, falls man sich selbst auf den Weg zu diesen faszinierenden Palmblattbibliotheken begeben möchte.

Fazit:
Bereits vor dem Buch waren mir die Palmblattbibliotheken ein Begriff. Vor Jahren hatte ich einen Bericht darüber im Fernsehen gesehen. Seitdem war mir klar, dass ich mich selbst auch einmal auf den Weg nach Indien begeben werde. So war es kein Wunder, dass ich dieses Buch lesen musste.

Das Buch beginnt mit der Reise nach Indien. Bereits im Flugzeug führt der Autor ein tiefgehendes Gespräch mit einer Mitreisenden über den freien Willen. Und auch in weiteren Kapiteln erfährt der Leser von berührenden Gesprächen, die Oliver Drewes mit Menschen führt, die ihm auf seiner Reise begegnen.

Die Besuche in den Schicksals-und Palmblattbibliotheken gestalten sich sehr unterschiedlich. In der ersten Schicksalsbibliothek beispielsweise gibt es das Problem, dass das Vorgehen angeblich nicht richtig war. Man muss hier zuerst telefonisch einen Kontakt aufbauen, einige Daten angeben und erhält dann eine Referenznummer. Das korrekte Schicksalsblatt ist erst nach ca. 5 bis 6 Tagen gefunden. Leider konnte der Autor deswegen hier nicht einen Blick in sein Schicksal werfen. Er hatte zwar vorher bereits telefonischen Kontakt aufgenommen, aber daran kann sich der Schicksalsleser Dr. Mohan nicht mehr erinnern. Dafür gab Dr. Mohan ein aufschlussreiches Interview über die Schicksalsbibliothek.

Man erfährt bei einer Schicksals- oder Palmblattbibliothek nicht den Zeitpunkt seines Todes, wie viele vermuten. Es ist oft eine spirituelle Erfahrung. Natürlich kann jeder Skeptiker zunächst sagen, dass die Palmblattleser psychologisch gut trainiert sind, schließlich können wir nicht prüfen, was wirklich auf dem Palmblatt steht. Man beantwortet Fragen und aus diesen Antworten kann man sichlich einiges über die andere Person erfahren. Auch ich bin eher skeptisch, jedoch gab es faszinierende Momente. Als Oliver Drewes beispielsweise sein Schicksalsblatt in der Palmblattbibliothek von Bangalore lesen lässt weiß der Palmblattleser, dass Oliver immer morgens Sport treibt. Auch erfährt man in der Lesung von früheren Leben.

Zwischen den Besuchen der verschiedenen Bibliotheken erhält der Leser einen umfangreichen Reisebericht. Man lernt Land und Leute kennen, mich persönlich hat dies sehr interessiert. Ich habe noch kein anderes Buch über Indien gelesen, in dem ich so viel über die Lebensweise dort kennengelernt habe.

Meine Kaufempfehlung geht an alle, die gerne mehr über Indien, Sri Lanka und Bali erfahren möchten. Ein etwas anderer Reiseführer, den ich gerne weiterempfehlen werde.

An dieser Stelle vielen Dank an Blogg Dein Buch für das Rezensionsexemplar.



The Indian Secret von Oliver Drewes
Hardcover: 344 Seiten
Erscheinung: November 2011
Verlag: Holistika
ISBN: 978-3-9812671-1-2
empfohlener Verkaufspreis: 24,95 € [D]
Hier könnt Ihr das Buch bestellen: Holistika Online Shop

Leseprobe


Buchrezension: Finding Sky – Die Macht der Seelen 1 von Joss Stirling

Finding SkyAls Kind konnte Sky die Aura der Menschen sehen und so deren wahre Gefühle erkennen. Doch diese Gabe hat sie verdrängt. Sie wollte die Farben nicht mehr sehen, die sie so sehr verwirrten.
Im Alter von sechs Jahren wurde sie an einem Parkplatz ausgesetzt, an die Zeit davor kann sie sich nicht erinnern. Sky war in sich gekehrt und hat mit niemandem gesprochen, bis das Künstlerehepaar Sally und Simon sie adoptierten.
*
Bei Sally und Simon hat sich Sky gut eingelebt, sie geht in England zur Schule und hat über die Jahre auch Freunde gefunden. Doch dann bekommt das Künstlerehepaar ein verlockendes Angebot aus den USA und die Familie zieht nach Colorado. Anders als erwartet findet Sky in dem kleinen Ort sehr schnell Anschluss. Vor allem der anscheinend unnahbare und gut aussehende Zed Benedict hat es ihr angetan. Anfangs ist er sehr unverschämt zu ihr und auch zu seinen Mitmenschen, doch dann geschieht etwas Seltsames: Sky kann seine Stimme in ihrem Kopf hören und ihm sogar antworten.
*
Ab diesem Zeitpunkt ist Zed hin und weg von der schüchternen Sky. Er wirbt um sie und bald erfährt Sky auch den Grund für diesen Sinneswechsel: Sky ist wie Zed ein Savant. Aber nicht irgendein Savant. Sky ist der Seelenspiegel von Zed, die beiden sind füreinander bestimmt.
Sky weigert sich zu glauben, dass sie ein Savant ist. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und Sky ist in großer Gefahr.
*
Fazit:
Anfangs empfand ich "Finding Sky" als sehr stereotypisch. Ein schüchternes Mädchen zieht in einen kleinen Ort, wo der scheinbar unnahbare Traummann sich letztendlich doch in sie verliebt.
*
Ab dem Zeitpunkt, an dem Zed seinen Seelenspiegel erkennt, ist er wie ausgewechselt. Sky ist seine allererste Priorität, er liebt sie und wird immer für sie da sein. So wie Sky wurde auch ich als Leser von dem plötzlichen Sinneswandel überrascht.
*
Letztendlich wurde das Buch nach einem schwachen Anfang noch wirklich aufregend. Etwa nach der Hälfte der Handlung erfährt man mehr über die Familie Benedict und über die Savants. Sky wird zum Mittelpunkt der Handlung, sie ist in Gefahr und ihr passiert etwas wirklich Furchtbares. Natürlich möchte ich dies hier nicht verraten, aber auf den letzten 200 Seiten ist Spannung garantiert.
*
Aus diesem Grund freue ich mich nun auch schon auf die Fortsetzung "Saving Phoenix", die voraussichtlich im November 2012 erscheint.

Finding Sky - Die Macht der Seelen 1
von Joss Stirling
Hardcover: 464 Seiten
Erscheinung: Mai 2012
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-76047-8
empfohlener Verkaufspreis: 16,95 € [D]
Leseprobe



Montag, 20. August 2012

Buchrezension: Cheffe versenken von Christiane Güth

CheffeDie 30jährige Trixi hat bislang noch nie richtig gearbeitet. Unterstützt von den Eltern, wohnhaft bei der großen Schwester hatte sie dies auch nie nötig. Doch dann wandern die Eltern in die Mongolei aus und die monatlichen Zahlungen werden eingestellt. Trixi soll endlich Verantwortung für ihr Leben übernehmen.

Ihre Bekannte, Edith, verschafft ihr einen Job im Verlag Bellermann. Sie soll die Chronik des Reiseführerverlags schreiben. Eigentlich ist Trixi gegen Büroarbeit, sie kann nicht lange still sitzen und ein eingestaubtes Verlagsgebäude gefällt ihr auch nicht. Doch da sie keine andere Wahl hat nimmt sie den Job an.

Schon kurz nachdem Trixi ihren Job dort beginnt, erhält sie anonyme Anrufe. Ein anscheinend tragischer Todesfall eines Verlagsmitarbeiters war wohl kein Zufall. Und Trixi enthüllt zusammen mit ihrer sympathischen Nachbarin Florence und ihrer Nichte weitere merkwürdige Todesfäll in Verlag Bellermann.

Fazit:
Die chaotische Trixi habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie hat es nach der Auswanderung ihrer Eltern nicht einfach. Auch ihre große Schwester ist der Meinung, dass Trixi endlich auf eigenen Füßen stehen muss und setzt ihr eine Frist: in 6 Wochen soll sie in eine eigene Wohnung ziehen. Trixi ist verzweifelt, weil sie nicht weiß, wie sie das Geld dafür aufbringen soll.

Deswegen nimmt sie ihren ersten, richtigen Job im Bellermann Verlag an. Doch ihre Bekannte Edith stellt sich als sehr eigenartige, fleißige Kollegin heraus. Mittags stellt sie sich beispielsweise einen Wecker, damit sie nicht vergisst, in die Kantine zu gehen. Wenn sie ihr Arbeitspensum nicht schafft lässt sie das Mittagessen auch einmal ausfallen.


Trixis Chef ist aufbrausend und macht ihr das Leben schwer. Einer der wenigen Lichtblicke im Verlag ist der sportliche Alan, der ihr immer wieder zur Seite steht.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat mich anfangs an einen Chick lit Roman erinnert, der durch die Mordfälle und viel Spannung am Ende sich in einen spannenden Roman wandelt. Eine tolle Mischung! Die Seiten fliegen nur so dahin und man hat schnell das Ende erreicht. Ich hoffe, dass ich bald noch mehr aus dem Leben von Trixi erfahren darf, denn ein zweiter Band ist bereits in Planung.


Cheffe versenken von Christiane Güth
Taschenbuch: 256 Seiten
Erscheinung: 08.06.2012
Verlag: ullstein
ISBN: 978-3548284194
empfohlener Verkaufspreis: 8,99 € [D]
Leseprobe



Donnerstag, 9. August 2012

Buchrezension: Weiblich, jung, flexibel von Felicitas Pommerening

weiblich, jung, flexibel

Die beiden Freundinnen Carlynn und Ellen haben gerade ihr Studium beendet. Nun sind sie auf Arbeitssuche und haben völlig unterschiedlich Vorstellungen von ihrem Traumberuf.

Als Carlynn ihre erste Absage erhält lässt sie Revue passieren, welche Fehler sie beim Vorstellungsgespräch gemacht hat. Von da an steht für sie eines fest: egal welche Arbeitsstelle es wird, Hauptsache sie findet Arbeit. Nach einer erfolglosen Arbeitssuche nimmt sie sich eine Auszeit in Indien, wo ein alter Schulfreund wohnt.

Ellen sieht die Arbeitssuche viel lockerer: sie träumt von einem Teilzeitjob, damit sie für die schönen Dinge im Leben mehr Zeit hat. Schnell muss sie erkennen, dass man keine anspruchsvolle Stelle in Teilzeit bekommt. Und wenn man von einer Vollzeitstelle in eine Teilzeitstelle wechseln will bieten sich keine Karrieremöglichkeiten.

Fazit:
In "Weiblich, jung, flexibel" bekommen wir einen Einblick, wie schwer es Studienabgänger haben. So auch die beiden Freundinnen Carlynn und Ellen.

Carlynn ist anfangs hochmotiviert, nimmt sich dann aber eine Auszeit bei einem Schulfreund in Indien. Sie kehrt gestärkt zurück und macht sich erneut auf Jobsuche. Und auch in der Liebe tut sich etwas.

Ellen, die einen festen Freund hat, möchte es nach dem Studium langsam angehen. Die Freude an der Arbeit steht im Vordergrund, doch als sie keine Teilzeitstelle findet, nimmt sie zunächst eine Vollzeitstelle an. Ihr Wunsch, ihre Vollzeitstelle in diesem Unternehmen auf eine Teilzeitstelle zu reduzieren, wird nicht erfüllt. Sie wünscht sich eine sinnvolle Arbeit und nach interessanten Möglichkeiten und tiefgründigen Gesprächen mit ihrem Freund weiß auch sie, was sie vom Leben will.

Ein interessantes Buch, das viele Merkmale eines Romans aufweist. Dennoch wird es als Sachbuch eingestuft. Interessant für Hochschulabsolventen, die gerade in oder kurz vor der gleichen Situation stehen. Ich konnte mich mit den beiden Protagonistinnen leider nicht identifizieren, dafür bin ich schon zu lange in der Berufswelt tätig.

Weiblich, jung, flexibel von Felicitas Pommerening
gebundene Ausgabe: 180 Seiten
Erscheinung: 12.01.2012
Verlag: Herder
ISBN: 978-3-451-30532-0
empfohlener Verkaufspreis: 14,99 € [D]
Leseprobe