Sonntag, 1. Juli 2012

Buchrezension: Die Shakespeare-Schwestern von Eleanor Brown

Die Shakespeare-Schwestern

Die Schwestern Rosalind (Rose), Bianca (Bean) und Cordelia (Cordy) sind in einem behüteten Heim aufgewachsen. In der Familie sind alle begeisterte Leser, selbst in schwierigen Situationen greifen sie zu einem Buch. Dies haben sie vor allem ihrem Vater zu verdanken, der selbst im Alltag immer wieder einzelne Verse aus Shakespeares Werken zitiert. Und auch die Namen seiner Mädchen sind kein Zufall, sind sie doch alle nach Figuren von Shakespeare benannt.

Auf den ersten Blick erscheinen die Schwestern sehr unterschiedlich. Rose, die Älteste, ist ihrem Ort treu geblieben und verspürte noch nie das Verlangen, umzuziehen. Sie fühlt sich selbst als Fels in der Brandung, ohne den die Familie zerbrechen würde.

Bean, die mittlere Schwester, zog es gleich in die große Stadt: New York. Hier lebt sie seit ein paar Jahren und genießt anscheinend ein Leben in Saus und Braus.

Cordy ist das Nesthäckchen, das nie erwachsen wird, sich von einem Ort zum nächsten treiben lässt. Sie übernimmt keine Verantwortung und wenn sie nicht mehr weiter weiß werden die anderen ihr schon zur Hilfe eilen.

Bean und Cordy können sich ein Leben in der Kleinstadt nicht mehr vorstellen, doch dann erhalten Sie einen Brief von ihrem Vater, der alles ändert. Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn Bean wurde gefeuert und muss New York hinter sich lassen. Und auch Cordy hat ein Geheimnis, dem sie sich stellen muss.

Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Anfangs war es etwas langatmig, aber mit der Heimkehr der Schwestern Bean und Cordy beginnt die interessante Geschichte.

Ein Schmunzeln entlockte mir immer wieder der Vater, der kaum einen Satz ohne ein Zitat sprechen konnte. So erfuhren die Mädchen auch von der Krankheit ihrer Mutter:

"Kommt, gehn wir; und zu allen Göttern fleht für unsere Mutter, die in Wehen liegt".

Nun ja, in Wehen liegt darf man nicht wörtlich nehmen, denn sie hat Krebs. Aber davon hatte Shakespeare nie etwas geschrieben, und so hat sich der Vater mit einer ähnlichen Textstelle beholfen.

Meistens binden sich die Zitate sehr gut in die Handlung ein. Man muss auch keine Sorgen haben, wenn man kein Fan von Shakespeare ist: die Zitate halten sich in Grenzen.

Das Buch ist eine schöne Familiensaga, um drei Schwestern, die letztendlich feststellen, dass sie gar nicht so unterschiedlich sind, wie sie denken.


Die Shakespeare-Schwestern von Eleanor Brown
Klappenbroschur: 374Seiten
Erscheinung: 21.05.2012
Verlag: insel Taschenbuch
ISBN: 978-3-458-35835-0
empfohlener Verkaufspreis: 14,99 € [D]
Leseprobe

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen