Freitag, 8. Juni 2012

Buchrezension: Tod in der Kalurabucht von Mona Misko

KalurabuchtAlessia Cappelletti benötigt einen Ortswechsel. Deswegen lässt sie sich aus dem belebten Rom nach Cefalù versetzen, einem Ferienort auf Sizilien. Jedoch ist es hier nicht, wie erhofft, ruhig und friedlich. Bereits an ihrem ersten Arbeitstag wartet ein Mordfall auf sie: Sophie Baumann, eine junge und bildhübsche Frau aus Deutschland, wird tot am Strand des Hotels Kalura aufgefunden. Die Presse stürzt sich auf die idyllische Ferienregion, die befürchtet, das Feriengäste ausbleiben. Commissaria Alessia muss schleunigst einen Mörder liefern, doch es gibt zu viele Verdächtige und zu wenig Hinweise.

Alessia zieht von Rom nach Sizilien, um zum einen Abstand zu ihrem Ex-Verlobten zu finden. Außerdem wohnt hier ihr leiblicher Vater, zu dem sie bislang keinen Kontakt hat. Ihr Vater begrüßt sie mit offenen Armen und schon bald holt Alessia ihre Tochter nach Sizilien, die zunächst in Rom bei einer Freundin und dann bei ihrem Vater wohnte. Die familiären Hintergründe haben mir gut gefallen, denn so konnte ich eine Bindung zur Protagonistin aufbauen.

Der Mordfall selbst ist schwer zu lösen, es gibt viele Verdächtige und anfangs hatte ich Schwierigkeiten, alle auseinander zu halten. Einige mögliche Täter wurden nur kurz in die Handlung eingebracht, es stellte sich schnell heraus, dass sie nicht Sophie Baumann töten konnten. Hier hätte man den ein oder anderen Verdächtigen vielleicht besser nicht erwähnt, um den Leser nicht unnötig zu viele Personen vorzustellen.

Eine Besonderheit des Krimis ist das Einbringen der italienischen Sprache. So besucht Alessia ihren padre, den leiblichen Vater, wo sie auch gleich seine Schwester, ihre zia (Tante) kennenlernt. Die Wörter fließen gut in die Handlung ein, man kann sie selbst erschließen, oftmals wird im Anschluss das deutsche Wort genannt. Dadurch wird man auch immer wieder daran erinnert, dass die Handlung in Italien spielt. Unrealistisch wurde es allerdings, als selbst den englischen Touristen und dem deutschen Geschäftsmann die italienischen Wörter in den Mund gelegt wurden. Dennoch hatte dieser Schreibstil einen italienischen Charme, der meistens gut in die Handlung gepasst hat.

Tod in der Kalurabucht von Mona Misko
Taschenbuch: 320 Seiten
Erscheinung: 02.03.2012
Verlag: Sutton Verlag
ISBN: 978-3-86680-960-4
empfohlener Verkaufspreis: 12,00 € [D]
Leseprobe

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen