Montag, 4. September 2017

Buchrezension von Emma, der Faun und das vergessene Buch von Mechthild Gläser









Ich muss gestehen, dass mich das Buchcover nicht sonderlich angesprochen hat. Deswegen eines gleich vorweg: lasst Euch vom Cover nicht abschrecken. Als ich das Buch dann in den Händen hatte, war ich überrascht, wie schön es in natura aussieht.

Die Handlung hat mich von Anfang an begeistert.
Man könnte sie als modernes Jugendbuch-Märchen beschreiben.
Der Haupthandlungsort ist das Internat, in dem Emma
und ihre Freundin Charlotte leben.

Als dann die beiden ehemaligen Schüler Darcy und Toby
dort auftauchen, wird das Leben von Emma auf den Kopf gestellt.
Darcys Schwester ist vor Jahren verschwunden und dann gibt es da noch die Legende vom Faun, der im Internat leben soll.

Besonders schön sind die Parallelen zu diversen Jane Austen – Romanen,
die man immer wieder im Buch entdeckt. Vor allem zu Stolz und Vorurteil.
Diese Momente und Figuren sind so gut eingearbeitet,
dass man als Jane Austen Fan zwar oft schmunzeln muss,
aber falls man Jane Austen nicht kennt stört es auch nicht.

Der Schreibstil von Mechthild Gläser hat mich in diesem Buch
so richtig überzeugt. Das erste Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe, war „Stadt aus Trug und Schatten“ und ich finde
es unglaublich, dass sie sich seitdem noch einmal gesteigert hat.

Mechthild Gläser schreibt mitreißend, bildhaft und vermittelt einem
das Gefühl, dass man sich einen Film angesehen hat.
Ich habe das Buch bereits vor ein paar Wochen gelesen und noch immer ist es mir mit vielen Details in Erinnerung geblieben.

Ich bin gespannt auf ihr nächstes Buch und wünsche mir, dass es nicht nur
ein Band wird, denn ihre Charaktere sind mir so ans Herz gewachsen,
dass es schade ist, wenn man sich bereits nach einem Band wieder trennen muss.

Für dieses Buch gibt es eine klare Leseempfehlung von mir.
Es ist nicht nur für Jane Austen Fans ein echtes Lesehighlight 2017!

Samstag, 2. September 2017

Buchrezension zu Elena und Joshua (Band 1) von Carina Schaberl





























Über den Titel bin ich auf das Buch aufmerksam geworden – Elena & Joshua „Nicht nur im Traum“.


 Gemeinsam mit dem Cover, das sehr geheimnisvoll aussieht, musste ich mich einfach mit dem Buch beschäftigen.  Engelsflügel auf dem Cover - das versprach doch ein Buch genau nach meinem Geschmack zu werden. Und ich wurde auch nicht enttäuscht.


Elena ist jung und anfangs auch ein bisschen naiv. Sie lernt Joshua kennen und vertraut ihm ab der ersten Minute. Dieses Verhalten macht sie aber auch sympathisch. Sie ist noch jung und obwohl sie bereits einiges in ihrem Leben durchmachen musste, hat sie sich typische Teenagereigenschaften bewahrt.


Joshua hingegen ist sehr zurückhaltend und erzählt nicht viel von sich. Er wirkt geheimnisvoll und zurückhaltend.


Der Einstieg in die Handlung ist mir sehr schnell gelungen. Es beginnt gleich spannend und man ist mitten in der Geschichte, so dass ich das Buch gar nicht mehr zur Seite legen konnte.
Es geht hier nicht nur um Elena und Joshua, sondern um eine Welt voller Gefahren und auch ein typischer Schulalltag mit einigen Nebencharakteren fließt in die Geschichte mit ein. Meiner Meinung nach ist das eine richtig tolle Mischung.


Der Schreibstil ist flüssig, das Buch liest sich sehr locker ohne Stolpersteine. Ich mag es, wenn man durch die Zeilen fliegen kann, weil der Schreibstil umgangssprachlich ist und sich die Dialoge authentisch anhören.


Das einzige, das ich zu bemängeln habe, ist dass ich nicht immer die Gefühle der Protagonisten nachvollziehen konnte. Hier hätte man noch ein bisschen mehr ausschmücken können.
Insgesamt hat mir dieser erste Band sehr gut gefallen, es ist ein toller Einstieg in eine Welt, von der ich auf jeden Fall noch sehr viel mehr lesen möchte. Ich freue mich schon jetzt auf Band 2 und hoffe die Autorin lässt uns nicht allzu lange darauf warten, denn diese Geschichte hat noch viel Potenzial und ich bin mir sicher, dass es spannend weitergeht.

Dienstag, 22. August 2017

Buchrezension zu Weil Du die Liebe meines Lebens bist von Sarah Kleck



























Das Buchcover ist vielleicht nicht das Auffälligste, das ich jemals in den Händen hielt, aber es fällt auf jeden Fall durch seine Schlichtheit aus der Reihe.

Es war mein erstes Buch der Autorin, der Schreibstil gefällt mir sehr gut, das Buch liest sich flüssig und es wird auch alles schön anschaulich und bildhaft beschrieben. Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch mit Rückblenden erzählt wird. So lernt man Annie noch besser kennen. Nicht nur wie es im Moment im Leben steht, sondern auch, welche Dinge in ihrem Leben passiert sind, die sie zu dem Menschen machen, der sie ist.

Annie war mir gleich sympathisch. Sie ist liebenswert und aufgrund vieler negativer Dinge, die ihr im Leben schon passiert sind, wünscht man ihr, dass ihr Leben endlich bergauf geht.

Die Handlung dreht sich um Annies Leben. Ich möchte nicht zu viel verraten, der Klappentext sagt schon genug aus. Es geht um die Liebe, Freundschaften, eigentlich um das ganz normale Leben. Die Nebencharaktere sind alle sehr ausführlich ausgearbeitet, so dass man das Gefühl hat, jeden zu kennen.

Was soll ich sagen? Ich habe alle Höhen und Tiefen miterlebt, mitgelitten, mich gefreut, es waren einfach alle Emotionen da. Ein Buch, dass mich zum Nachdenken gebracht hat. Es ist sehr realitätsnah geschrieben und es berührt.

Ich kann es jedem empfehlen, der gerne tiefgehende Romane liest, die das wahre Leben widerspiegeln. 

Donnerstag, 10. August 2017

Buchrezension zu Der Brief von Carolin Hagebölling





















Die Idee des Buches fand ich von Anfang an spannend.
Der Klappentext beginnt mit „Ein raffiniertes Spiel mit Realitäten“ und nach der Leseprobe dachte ich, dass sich hier zwei Realitäten entfalten und man als Leser frei nach dem Motto "Was wäre wenn..." erfährt, wie unterschiedlich ein Leben aussehen kann.

Das Buchcover ist eher unscheinbar – auf den ersten Blick sieht man eine Person, die in der Stadt spazieren geht. Auch die Farben sind nicht besonders auffällig. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man dann, dass es sich gar nicht um einen Stadt handelt – links ist Hamburg, rechts ist Paris zu sehen. Und die beiden Personen, die aufeinander zulaufen, tragen entweder dieselbe Kleidung oder es ist ein und dieselbe Person. Es passt also hervorragend zur Handlung.

Anfangs hat mir das Buch auch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und anschaulich, ich konnte problemlos in Maries Welt eintauchen. Was mir besonders gut gefallen hat ist das Rätselraten nach der Auflösung. Da konnte ich auch verzeihen, wenn ich ab und an Maries Verhalten nicht ganz nachvollziehen konnte. Vielleicht war ja das der Plan der Autorin. 

Am Ende wurde ich dann leider enttäuscht. Vielleicht hatte ich mir selbst zu viele Szenarien ausgedacht, dass mir die Lösung, die die Autorin gewählt hat, als zu einfach erschien. Das kam leider auch des Öfteren im Buch vor. Es gibt Situationen, bei denen ich mich gefragt habe, wie sie wohl enden werden, bzw. wie es sich klären wird. Und dann war einfach alles gut.

Insgesamt gebe ich dann doch 3 Sterne, weil mir das Buch an sich gefallen hat. Ich wurde gut unterhalten, konnte miträtseln und dennoch wurde ich im Lesefluss nicht unterbrochen. Auch die Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen. Das ist dem wirklich tollen Schreibstil zuzuschreiben. Allein deswegen werde ich mit Sicherheit auch das nächste Buch von Carolin Hagebölling lesen und hoffen, dass die Handlung dann insgesamt noch etwas runder wird.

Freitag, 28. Juli 2017

Hörbuchrezension zu Infernale von Sophie Jordan





Ich muss gleich sagen, dass ich das Hörbuch gehört habe, weil ich das Buch nach wenigen Seiten abgebrochen habe.


Der Klappentext klang interessant, aber dennoch war es vor allem anfangs stellenweise sehr langweilig.


Davy ist ein Mädchen, das aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen wird aufgrund eines Gens, das bei ihr diagnostiziert wurde. Sie wird zur sozialen Außenseiterin, verliert ihren Freundeskreis.
Auch ihre Eltern haben Schwierigkeiten mit der Situation, lediglich ihr Bruder ist wie ein Fels in der Brandung.

Davy wird sehr facettenreich dargestellt, wir bekommen einen Einblick in ihre Leben "vorher", in ihre Hobbies. Während der Handlung kann man ganz klar eine Entwicklung feststellen. Sie wurde mir immer sympathischer.


Die anderen Charaktere werden oftmals nur oberflächlich dargestellt.
Nach Startschwierigkeiten wurde die Handlung immer besser, sogar spannend. Immerhin hat mich das Hörbuch so weit überzeugt, dass ich mir den zweiten Band schon vorgemerkt habe.